KULTURKREIS erhält NEUSTART-Förderung

KULTURKREIS erhält NEUSTART-Förderung

In den nächsten Tagen erwartet der KULTURKREIS die ersten Zahlungen aus dem Förderprogramm NEUSTART KULTUR – Theater in Bewegung.

Im letzten Oktober hat sich der KULTURKREIS erfolgreich für die Fördermittel der Bundesregierung beworben und erhält nun rund 40.000 €. Davon kann er beispielsweise anteilig Künstlergagen oder die Fahrtkosten der Ensembles bezahlen – das Geld ist nämlich nicht vorrangig für den Verein bestimmt, sondern für die Gastspielpartner, mit denen ein Vertrag abgeschlossen wurde.

Gefördert werden 18 Veranstaltungen aus der aktuellen Saison Herbst 2020 bis Sommer 2021 und auch Veranstaltungen der nächsten Saison bis Jahresende.

Die Unterstützung ist extrem wichtig, denn sie gleicht Verluste aus, die es durch Abstands- und Hygienevorschriften gab und wahrscheinlich auch zukünftig geben wird. In der Stadthalle konnten beispielsweise bei den Veranstaltungen im letzten Herbst statt rund 500 nur etwa 100 Sitzplätze angeboten und verkauft werden. Mit der Förderung aus dem NEUSTART-Programm konnten die Vorstellungen trotz geringer Einnahmen stattfinden und die Künstler bezahlt werden. Zudem ermöglicht das Programm die Zahlung von Ausfallgagen an Künstler, wenn die Vorstellung wegen eines Lockdowns ausfallen muss.

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NEUSTART KULTUR – Theater in Bewegung

Die Bundesregierung hat ein Programm für Gastspiel- und Tournee-Theater in Höhe von bis zu 20 Millionen Euro aufgelegt. Das Programm „Theater in Bewegung“ ist Teil des mit einer Milliarde Euro ausgestatteten Zukunftspakets NEUSTART KULTUR. Gastspieltheater können daraus jeweils bis zu 200.000 Euro zur Wiederaufnahme ihres Tourneebetriebs unter den Corona-bedingten Einschränkungen erhalten.

Kulturstaatsministerin Monika Grütters erklärt: „Nachdem wegen der Corona-Krise auch die rund 400 Gastspielhäuser ohne eigenes Ensemble in Deutschland schließen mussten, ist den auf Gastspiele spezialisierten Ensembles und Theater jede Auftrittsmöglichkeit verloren gegangen. De facto findet Theater in vielen Regionen überhaupt nicht mehr statt. Eine Wiederaufnahme des Gastspielbetriebs ist angesichts der deutlich begrenzten Zuschauerzahlen vielfach aus eigener Kraft nicht finanzierbar. Deshalb unterstützt die Bundesregierung sie mit einem eigenen Förderprogramm dabei, ihre Theaterkunst wieder einem breiteren Publikum auch außerhalb der großen Städte zeigen zu können. Das schafft Arbeitsplätze und Einkommen, nicht nur für die freien Schauspielerinnen und Schauspielern, sondern auch für die beteiligten Gewerke.“

Erarbeitet wurde das Programm „Theater in Bewegung“ in Zusammenarbeit mit der Interessengemeinschaft der Städte mit Theatergastspielen e. V. (INTHEGA). Antragsberechtigt sind Gastspielbühnen ohne eigenes Ensemble, die im Rahmen ihres künstlerischen Spielplanes Tournee- und Gastspieltheater verpflichten. Gefördert werden können bis zu 50 % dieser Gastspielkosten.

INTHEGA

Die INTHEGA – die „Interessengemeinschaft der Städte mit Theatergastspielen“ – stellt neben dem Deutschen Bühnenverein und dem Bundesverband Freie Darstellende Künste eine der drei tragenden Säulen der deutschen Theaterlandschaft dar. Die INTHEGA hat rund 400 Mitglieder, vorrangig in kleineren und mittleren Kommunen. Diese im ländlichen Raum gelegenen Spielstätten sind der kulturelle Mittelpunkt ihrer Region.

Fernab der Metropolen und Metropolregionen kommen beispielsweise Kinder mit dem Weihnachtsmärchen erstmalig mit dem Theater in Kontakt, sie sehen Stücke, die Schulstoff sind, hier haben Familien ein gemeinschaftliches Theatererlebnis und können ältere Menschen ohne lange Anfahrtswege am kulturellen Leben teilhaben. Die Spielpläne sind vielfältig, die gastierenden Ensembles sind Freie Theater, Tourneetheater, Landesbühnen sowie Einzelkünstler.

Zur Unterstützung der Wiederaufnahme der Arbeit der Gastspieltheater in Deutschland und ihres Erhalts als wichtige Kulturorte stellt die Bundesbeauftragte für Kultur und Medien in den Jahren 2020 und 2021 einmalig Fördermittel zur Verfügung. Die Umsetzung dieses Hilfsprogramms erfolgt in Zusammenarbeit mit der Interessengemeinschaft der Städte mit Theatergastspielen e.V.