Niedersächsische Musiktage – Akkorde, die duften

30. September 2021
mehr »
St.-Marien-Kirche Uelzen
Pastorenstraße 2
Uelzen, 29525
19:30 - 21:30

Göttinger Symphonie Orchester

06. Oktober 2021
mehr »
19:00 - 21:00

Staatsorchester Braunschweig

18. November 2021
mehr »
St.-Marien-Kirche Uelzen
Pastorenstraße 2
Uelzen, 29525
19:00 - 20:30

Oha! Du Fröhliche

19. November 2021
mehr »
Burg Bodenteich
Burgstraße 8
Bad Bodenteich, 29389 Deutschland
20:00 - 22:00

Neuigkeiten

Die Geschichte einer Tigerin

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Kultursommer Uelzen“ war am 4.8. die Freie Bühne Wendland zu Gast auf dem Herzogenplatz. Kerstin Wittstamm hat das Publikum förmlich in das Stück von Dario Fo hineingezogen. Mit großer Leichtigkeit sprang sie von einer Rolle in die andere. Einmal war sie der verletzte Soldat, der in der Höhle der Tigerin Unterschlupf fand und sich den Bauch mit Tigermilch vollschlug – das Publikum konnte förmlich spüren, wie sich das anfühlte immer noch mehr und mehr Milch bei der Tigerin zu saugen und zu verdauen. Dann wieder die Tigerin, die dominant aber auch sehr fürsorglich die Wunden des Soldaten versorgte und Nahrung heranschaffte für die Familie. Oder das Tigerkind, das verspielt und neugierig auf die Welt schaut und auch an gebratenem Fleisch sehr schnell Geschmack fand.

Selbst als es nach ca. 20 Minuten zu regnen begann, haben die Zuschauer weiterhin wie gebannt die Geschichte verfolgt. Geschützt durch Schirme, Jacken und Regencapes, die verteilt wurden, wollten alle den Schluss erleben, wie die Tigerin mit ihrem Jungen und dem Soldaten aufgenommen wurden in eine Dorfgemeinschaft und diese immer und immer wieder gegen Feinde verteidigten – und wie die Dorfgemeinschaft die Tiger schützte und vor dem Zugriff der Regierung versteckte.

„Ein nachhaltig beeindruckender Abend“, waren sich die Zuschauer einig.

Akkorde, die duften – Niedersächsische Musiktage 2021 „Rituale“

Alte Musik und Improvisation mit einem Hauch erlesener Parfüms  

Michel Godard (Serpent, E-Bass), Nataša Mirković (Gesang), Airelle Besson (Trompete), Roberto Ottaviano (Saxofon), Quique Sinesi (Gitarre), Ursula S. Yeo (Parfüm) 

Es ist ein alter Musikertraum: Hören und Riechen, Klänge und Farben, Lauschen und Tasten zur höheren Einheit zu verbinden. So richtig funktioniert hat es selten. Synästhesie, die Kopplung zweier oder mehrerer Sinneswahrnehmungen zu einem übergreifenden Erlebnis, ist eben eine höchst seltene Gabe. Nicht mehr als rund vier Prozent der Menschen, so eine neuere Studie, verfügen über diese Fähigkeit. Wie sich dergleichen anfühlen könnte, das führen Michel Godard und sein Ensemble zusammen mit der Hamburger Parfümkünstlerin Ursula S. Yeo in ihrem aufregenden Konzertformat vor. Ohnehin bedienen sich Parfümeure und Musiker eines ähnlichen Vokabulars: Beide sprechen sie von Akkorden, Noten und Harmonien, (mehr …)