Die Vertonung des Sonnengesangs von Franz von Assisi

Die Vertonung des Sonnengesangs von Franz von Assisi

„Le Laudi“ im Theater an der Ilmenau

Nach intensiven Proben und Vorbereitungen stehen am 17. November 150 Chorsängerinnen und -sänger, Instrumentalisten und Solisten auf der Bühne des (wiedereröffneten) Theaters an der Ilmenau. Mit Erik Matz – Mitveranstalter, Chorleiter und Dirigent – wirft der Kulturkreis einen Blick hinter die Kulissen.

Herr Matz, Sie haben für das diesjährige große chorsinfonische Konzert Herrmann Suters „Le Laudi di San Francesco d‘Assisi“ ausgesucht, warum? Was gefällt Ihnen persönlich an dem Werk?

Mit unseren oratorischen Aufführungen in St. Marien haben wir immer wieder die Erfahrung gemacht, dass auch die weniger bekannten Kompositionen überzeugen und begeistern. Dieses wird auch bestimmt wieder bei „Le Laudi“ der Fall sein. Das Stück bietet eine wunderbare Palette an Klangpracht: Wunderbare lyrische Momente, kraftvolles Forte und herrliche Melodik. Dadurch, dass die St.-Marien-Kirche nicht zur Verfügung steht und die Aufführung im Theater stattfindet, war mir wichtig, ein nicht zu kleines Ensemble zur Verfügung zu haben, das es in der Akustik des Theaters schwer haben würde. Suter verlangt nach einem ziemlich großen Aufführungsapparat. Die Zuhörer können gespannt sein!

Gehen die Proben gut voran? Was mögen Ihre Chöre besonders gern singen, was ist eine Herausforderung?

Die Kantoristen sind es gewohnt, zu Beginn einer Probenphase einen Probenplan zu erhalten, aus dem hervorgeht, bei welcher Probe welcher Abschnitt geprobt wird. Das klappt meistens recht gut und so auch bei diesem Projekt. Wir haben noch einige normale Proben und ein Probenwochenende vor uns und die Stimmung im Chor ist fröhlich! Ich denke, dass sich alle auf den Moment freuen, wenn das Sinfonieorchester und die Solisten hinzukommen. Dann wächst dies große Ensemble innerhalb weniger Momente zusammen und das ist jedes Mal eine grandiose Erfahrung! Die große Herausforderung ist dann in der Tat, dass die Konzentration und Kondition von allen Mitwirkenden bis zum Konzert reicht und dieses besondere und nicht wiederholbare Ereignis „Aufführung“ für alle ein Genuss ist und souverän gelingt.

Am Veranstaltungsabend stehen 150 Instrumentalisten und Sänger auf der Bühne, was sind die besonderen Herausforderungen eines solchen Konzerts?

Allen ist bewusst, dass dies nur mit einer enormen Disziplin verbunden sein kann. Aber das klappt eigentlich immer, wenn die große Zahl der Zuhörer gegenübersitzt. Vor dem ersten Ton könnte man eine Stecknadel fallen hören. Hauptsache ist, dass die Bühne steht, die Stühle, Notenständer und das Dirigentenpult. Was ansonsten noch zu schaffen ist – z. B. ein Catering für die Musiker – wird noch geklärt. Da gibt es in den Reihen der Kantorei tolle Mitdenker und Leute, die mit anpacken. Auch das gehört zu den wunderbaren Erfahrungen, für die ich sehr dankbar bin.

Um 18.15 Uhr bietet Erik Matz im Theater an der Ilmenau eine Einführung in Herrmann Suters Komposition „Le Laudi Di San Francesco d’Assisi“. Die Zuhörerinnen und Zuhörer erfahren Hintergründe, Details und Bezüge zu Suters Werk und können anschließend das Konzert noch intensiver genießen.