80 Jahre Kulturkreis
80 Jahre Kulturkreis – 80 Gesichter
80 Jahre Kulturkreis: Über Zusammenhalt und die Offenheit, einander zu sehen
Dr. Janina Fuge, 1. Vorsitzende des Kulturkreises Uelzen e.V.
Der Theater-Abend beginnt im Foyer – es ist ein für mich sehr geschätztes Ritual. Manche kommen sehr rechtzeitig, andere (ich oft auch) in letzter Minute. Einmal noch den Blazer gerade ziehen, durchatmen und ab in die Schlange. Eng ist es meist im Eingangs-Nadelöhr, aber umgehend freundlich, wenn bei der Ticketkontrolle ein sehr warmes „Guten Abend“ erklingt. Ein Winken für Bekannte, ein kurzer Gruß, „habt einen schönen Abend.“
Und dann, bald, wenn alle ihre Plätze im großen Saal gefunden haben, geht das Licht aus. Das Gemurmel verstummt. Und plötzlich schauen ein paar Hundert Menschen gemeinsam auf eine Bühne, auf der sich gleich eine andere Welt auftut.
Was zunächst als ganz selbstverständlicher Ablauf erscheint, ist in meinen Augen bei näherem Hinsehen etwas sehr Besonderes: Menschen unterschiedlichen Alters, mit verschiedenen Erfahrungen, Lebensentwürfen und Überzeugungen sitzen für eine Weile beieinander. Sie müssen nichts miteinander gemein haben. Nicht dieselbe Meinung, nicht denselben Geschmack, nicht einmal eine Bekanntschaft. Was sie zusammenführt, ist etwas ebenso Einfaches wie Kostbares: Neugier. Auf Geschichten, die nicht ihre eigenen sind. Auf Menschen, die anders leben, denken, fühlen. Und auf die Möglichkeit, die Welt für einen Abend mit anderen Augen zu sehen.
Ich halte das für eine der großen Stärken von Kultur. Und für eine ihrer wichtigsten gesellschaftlichen Aufgaben: Neue Blickwinkel zu ermöglichen. Wir leben in einer Zeit, in der das Gemeinsame keineswegs mehr selbstverständlich erscheint. Gesellschaftliche Debatten werden schärfer geführt, politische Positionen stehen sich zunehmend unversöhnlich gegenüber. Digitale Öffentlichkeiten ermöglichen Austausch über alle Grenzen hinweg – und befördern zugleich Rückzug in die eigenen Gewissheiten. Wer anders denkt, wird schnell zum Gegenüber, manchmal sogar zum Gegner. Umso wichtiger sind Orte, an denen Menschen einander tatsächlich begegnen. Nicht als abstrakte Vertreter einer gesellschaftlichen Gruppe, sondern als Einzelne, mit Geschichten, Widersprüchen und Erfahrungen.
Kulturorte können solche sozialen Orte sein. Das Theater ebenso wie ein Konzertsaal, ein kleines soziokulturelles Zentrum oder eine ungewöhnliche Spielstätte auf dem Land. Sie geben Menschen einen Anlass, das eigene Zuhause zu verlassen und Teil einer gemeinsamen Öffentlichkeit zu werden. Sie schaffen Begegnungen, die sich nicht vollständig planen lassen.
Dabei geschieht das Verbindende keineswegs nur auf der Bühne. Es entsteht im gemeinsamen Lachen, im konzentrierten Zuhören, beim irritierten Blick auf eine Inszenierung und im Gespräch danach. Vielleicht hat die Sitznachbarin einen völlig anderen Abend erlebt als man selbst. Vielleicht hat sie etwas gesehen, das einem entgangen ist. Vielleicht bleibt man unterschiedlicher Meinung. Auch das ist Verbindung.
Denn gesellschaftlicher Zusammenhalt bedeutet nicht, dass wir uns möglichst ähnlich werden oder Unterschiede verschwinden. Im Gegenteil! Er entsteht auch und notwendigerweise dort, wo wir lernen, Verschiedenheit auszuhalten. Wo wir einander zuhören, ohne sofort zustimmen zu müssen. Wo wir neugierig bleiben auf Erfahrungen, die nicht unsere eigenen sind.
Kultur kann solche Erfahrungen ermöglichen. Eine Theaterfigur führt uns in ein Leben, das uns fremd ist. Ein Konzert bringt Generationen zusammen, deren musikalische Vorlieben vermeintlich wenig miteinander zu tun haben – „Heaven Can Wait“ ist für mich dabei ein ganz wundervoll leichtes, schönes Beispiel. Kabarett verschiebt den Blick auf gesellschaftliche Gewissheiten. Eine unbequeme Inszenierung fordert Widerspruch heraus.
Manchmal geschieht etwas, das noch viel unmittelbarer, aber nicht weniger wertvoll ist: Wir verbringen einen schönen, inspirierenden Abend miteinander – kaum offene Fragen, dafür umso mehr rotwangig-fröhliche Leichtigkeit.
All das darf Kultur. Und all das kann sie. Denn wir sollten sie weder auf Unterhaltung reduzieren noch mit dem Anspruch überfrachten, gesellschaftliche Probleme lösen zu müssen. Kunst darf zweckfrei sein, eigensinnig, anstrengend, verspielt, unverständlich oder einfach: Schön, unverkrampft und unterhaltsam. Sie muss nicht gefallen. Sie muss auch nicht versöhnen.
Im Gegenteil: Kultur darf streiten. Sie darf verstören, provozieren und lieb gewonnene Überzeugungen infrage stellen. Sie darf uns zumuten, Widersprüche stehen zu lassen. Gerade darin liegt ihr demokratisches Potenzial: Nicht darin, die richtigen Antworten vorzugeben, sondern darin, Räume für Fragen und unterschiedliche Perspektiven zu öffnen.
Allerdings müssen wir uns davor hüten, die verbindende Kraft von Kultur allzu selbstverständlich zu behaupten. Wer besucht unsere Veranstaltungen? Wer fühlt sich eingeladen? Für wen ist der Weg ins Theater eine Selbstverständlichkeit – und für wen eine Hürde? Wer kennt die Gepflogenheiten, wer kann sich Eintrittskarten leisten, wer findet sich in den Geschichten auf unseren Bühnen wieder? Ein offener Kulturort ist nicht schon deshalb offen, weil seine Türen nicht verschlossen sind.
Kulturelle Teilhabe verlangt Aufmerksamkeit und immer wieder neue Antworten: auf unterschiedliche Lebenssituationen und finanzielle Möglichkeiten, auf Fragen der Zugänglichkeit und Verständlichkeit, auf Generationen, die andere kulturelle Erfahrungen mitbringen. Und sie verlangt die Bereitschaft, die eigenen Gewohnheiten immer wieder zu hinterfragen.
Auch wir als Kulturkreis stellen uns diesen Fragen – sehr regelmäßig, durchaus kontrovers und neugierig: Welche Menschen erreichen wir bislang nicht? Welche neuen Begegnungen können wir ermöglichen? Welche Formate möchten wir ausprobieren? Wir haben zum Beispiel die „Nachgespräche“ im Anschluss an Aufführungen seit der vergangenen Saison wieder fest aufgenommen: Gemeinsam mit Regie und Ensemble ist es bei ausgewählten Aufführungen möglich, miteinander ins Gespräch zu kommen. Auch die Veranstaltungen der „Kleinen Bühne“ sollen zunehmend Raum dafür bieten, sich gemeinsam, mit klugen Denkern und anregenden Gedanken auseinander zu setzen – im Januar beispielsweise kommt Kulturjournalist Korbinian Frenzel zu uns, „Reden wir noch miteinander“ ist die Überschrift des Abends, an dem wir über Streitkultur, Kultur und Demokratie in einen Austausch gehen. Und wie bewahren wir zugleich das, was unser Publikum seit vielen Jahren schätzt? Das ist keine Aufgabe, die sich einmal erledigen ließe. Kultur verändert sich mit der Gesellschaft, in der sie entsteht. Und eine Institution, die lebendig bleiben möchte, muss bereit sein, sich mitzuverändern. Und genau diese Bereitschaft zur Veränderung hat den Kulturkreis über acht Jahrzehnte begleitet – und sie wird auch für seine Zukunft entscheidend sein.
Dabei haben gerade lokale Kulturorte eine besondere Qualität. Ich besuche ausgesprochen gern die großen Theater in Hamburg und Berlin. Aber in Uelzen erlebe ich etwas, das dort nicht selbstverständlich ist: Hier begegnen mir Menschen wieder. Nach einem Konzert, auf dem Wochenmarkt, bei einer anderen Veranstaltung. Man kommt ins Gespräch, erinnert sich gemeinsam, widerspricht einander oder verabredet sich für das nächste Mal.
Aus einzelnen Veranstaltungen kann so etwas entstehen, das über den jeweiligen Abend hinausreicht: Vertrautheit. Zugehörigkeit. Eine Beziehung zu einem Ort und zu den Menschen, die ihn mit Leben füllen. Vielleicht unterschätzen wir gelegentlich, wie wertvoll das ist.
Gerade in einer Zeit, in der von Einsamkeit, gesellschaftlicher Vereinzelung und schwindendem Vertrauen gesprochen wird, können solche Orte einen Unterschied machen. Nicht, weil ein Theaterabend die Einsamkeit beseitigt oder ein Konzert politische Gegensätze auflöst. Sondern weil sie Gelegenheiten schaffen, einander wahrzunehmen, ein paar Worte zu wechseln oder in der Pause gemeinsam bei einem Getränk über einen besonders guten – oder besonders schlechten – Moment des Abends zu sinnieren. Ein schönes Gefühl ist das: Plötzlich Teil von etwas „Gemeinsamen“ zu sein, ohne dafür eine bestimmte Rolle einzunehmen, sondern einfach mit den eigenen Gedanken.
Unser Jubiläumsprojekt „80 Gesichter“ knüpft an diesen Gedanken an. Achtzig Jahre Kulturkreis lassen sich anhand von Programmen, Künstlernamen und Aufführungen erzählen. Aber die eigentliche Geschichte reicht weiter. Sie besteht ebenso aus den Erinnerungen der Menschen, die im Publikum saßen, die Veranstaltungen ermöglicht, unterstützt, besucht und mit anderen darüber gesprochen haben: Über Zeiten, in denen ein Vortrag über „Das wilde, unbekannte Norwegen“ 700 Leute ins Theater lockte oder die Puhdys 1000 Menschen in der Stadthalle begeisterten.
Die ganz unterschiedlichen, sehr farbenfrohen Perspektiven machen sichtbar, dass Kultur nicht allein von denen gestaltet wird, die auf der Bühne stehen. Sie entsteht im Zusammenspiel vieler Beteiligter. Und sie wirkt über den Moment hinaus, in dem der Applaus verklungen ist.
Für die Zukunft wünsche ich mir deshalb einen Kulturkreis, der beides bewahrt: die Freude an anspruchsvollen, überraschenden und berührenden Veranstaltungen – und die Neugier auf Menschen, die wir bislang noch nicht erreicht haben.
Einen Kulturkreis, der sich nicht darauf beschränkt, als kultureller Dienstleister seinen Bildungsauftrag zu erfüllen, sondern darüber hinaus Räume schafft, in denen Menschen einander begegnen, sich austauschen und miteinander auseinandersetzen können. Der unterschiedliche Stimmen zulässt, ohne seine Haltung zu verlieren. Der sich für künstlerische Freiheit einsetzt und zugleich danach fragt, was kulturelle Teilhabe in unserer Stadt ganz praktisch bedeutet.
Achtzig Jahre sind ein guter Anlass, darüber nachzudenken, was das im Einzelnen bedeutet. Nicht mit dem Anspruch, auf alles eine Antwort zu haben. Sondern mit der Lust, gemeinsam Fragen zu stellen, Neues auszuprobieren und miteinander im Gespräch zu bleiben. Vielleicht beginnt es ja tatsächlich schon im Foyer.

Organisatorin eines Englisch-Kurses aus Munster
Wir sind immer wieder gerne dabei. Genießen besonders das englischsprachige Angebot. Einfach großartig! Gratulation zum Jubiläum. Und weiter so!

Leiterin Fachbereich Kulturelle Bildung & Gesundheitsbildung KVHS Uelzen Lüchow-Dannenberg
Mit dem Kulturkreis verbinde ich ein bisschen Stolz, weil diese Initiative für „meine“ Region ein Programm anbietet, das konsequent vielseitig gestaltet ist. Zugleich ist er ein Hoffnungsträger, weil Kultur und auch ihre Förderung in ländlichen Regionen nicht selbstverständlich sind. Als die Gegenwart in meinen Augen noch nicht so viel unfreiwillige böse Satire und Groteske lieferte, war ich bei Hagen Rether, der, munter fabulierend Welt und Gesellschaft betrachtend am Flügel eine Banane aß. Mein Bruder und Freundinnen waren dabei – und es bot sich danach viel Redestoff. An meinen ersten Theaterbesuch erinnere ich mich nicht, aber der Kulturkreis steht für mich für unverzichtbare Werte: Weltoffenheit, die Einladung zum (Kultur-)Genuss und zugleich zur Auseinandersetzung mit Unbekanntem, zur Begegnung – und schlussendlich zur Kultur. Ich glaube, ohne all das wäre die Region für mich tatsächlich weniger attraktiv. Eine Plattform für Theater und großartige Konzerte, ich kann Jan Plewka lauschen und mit Korbinian Frenzel denken und reden... Das ist großartig. Kultur ist für mich ein „Lebensmittel“ und dankenswerterweise eines der wenigen Phänomene, die nicht wettbewerbsgetrieben um Anerkennung buhlen, sondern selbstbewusst anstößig – in vielerlei Hinsicht - sein dürfen. Und das sollte Kultur auch sein. Ich bin froh, dass es eine Initiative in Uelzen gibt, die mir diesen Raum erweitert und hoffentlich erhalten will. Dafür wünsche ich dem Team künftig viel Mut – und toi, toi, toi!

2. Vorsitzende Kunstverein Uelzen e.V.
WAS VERBINDET MICH MIT DEM KULTURKREIS?
Unvergessen sind die Jahrzehnte Theater -, später Konzertabonnement, in denen ich neben meiner, nun bereits verstorbenen Freundin Freia Baumann links in Reihe 9 gesessen habe. Unvergessen ist hier besonders ein Klavierkonzert mit Martha Argerich, die Chopin spielte. In den Pausen gab es bei einem Glas Sekt immer Begegnungen und Gespräche mit vielen Freunden. Dem Kulturkreis wünsche ich, dass er weiterhin ein Programm auf hohem Niveau auswählt, welches für viele Menschen sowohl Anregung als auch Muße bedeutet! Wir vom Kunstverein Uelzen e.V. richten unsere Ausstellungen nach vergleichbaren Kriterien aus!

Mitglied Erweiterter Vorstand Kulturkreis, Kantor an St. Marien und Kreiskantor in Uelzen
Gleich zu Beginn meiner Tätigkeit als Kantor an der St.-Marien-Kirche in Uelzen im Jahr 1995 durfte ich in ein eng geknüpftes Netz lokaler Kulturarbeit eintauchen, zu deren tragenden Säulen seit nunmehr acht Jahrzehnten der Kulturkreis Uelzen gehört. Unvergesslich sind mir die ersten Besuche im Rathaus bei Herrn Mentasti, der von unzähligen Akten und Ordnern umringt mit seiner Meinung nicht hinter dem Berg hielt: „Lobgesang von Mendelssohn? Da kommt doch keiner!“ Oder bei einem für ihn abwegigen Vorschlag meinerseits konterte: „Da müssen wir die Zusammenarbeit wohl noch mal überdenken!“ Diese kleinen Anekdoten – über die heute geschmunzelt werden kann – sollen keinesfalls die langjährige Verbindung zwischen dem Kantorat an St. Marien und dem Kulturkreis schmälern! Die tiefe Verbindung beider Institutionen ist historisch gewachsen und eng mit Persönlichkeiten unserer Stadt verknüpft. Hugo Heusmann ist hier zu nennen, sowie mein geschätzter Vorgänger, Eginhard Köhler, der die Kirchenmusik an St. Marien vier Jahrzehnte lang prägte. Er war dem Kulturkreis über viele Jahre eng verbunden und hat sich insbesondere durch die ehrenamtliche Betreuung der Sparte „Sinfonischer Ring“ (heute Konzert-Ring) bleibende Verdienste erworben. Dieses gute Miteinander von kirchlichem und städtischem Kulturengagement zeigt in Uelzen, wie fruchtbar es sein kann, wenn gemeinsame Ziele, wie z. B. Kulturvermittlung, Qualität und Beständigkeit, im Zentrum stehen und von gegenseitiger Wertschätzung und Unterstützung geprägt sind. Hierfür danke ich dem Kulturkreis Uelzen und all seinen engagierten, meist ehrenamtlichen Akteuren von ganzem Herzen, gratuliere zum 80-jährigen Jubiläum und freue mich auf viele weitere Jahresprogramme, deren stilistische Vielfalt beeindruckt und begeistert!
Foto Erik Matz © Barbara Kaiser

Mitglied Kulturkreis
Als ich im Jahr 2006 meinen ersten längeren Spaziergang durch Uelzen machte, stand ich irgendwann am alten Rathaus und versuchte die Bronzetafel an der Seite des Gebäudes zu lesen, die an den Komponisten Friedrich Kuhlau erinnerte. Der Name war mir zu Beginn meines Studiums in den Siebzigern in Berlin untergekommen. Ich habe keineswegs Musik studiert, aber ich bin immer noch Besitzer einer Querflöte, die mir für einen relativ bescheidenen Preis eine Germanistin aus der Nachbarschaft verkauft hatte. Im Preis eingeschlossen waren einige Stunden Unterricht für Anfänger, der ich damals war und letztlich auch geblieben bin. In Uelzen wird alle zwei Jahre der Kuhlau-Wettbewerb ausgetragen. Die Tochter meiner Lebensgefährtin ist ab und an bei uns mit am Tisch. Eva Sperl, geb. Schulze, hat als Pianistin mit der Flötistin Kathrin Jebe (verstorben) an diesem Wettbewerb teilgenommen. Die beiden haben damals einen zweiten Platz belegt. In jenem Jahr wurde kein erster Platz vergeben. Bei solchen Besuchen bleibt meine Flöte im Schrank. In Uelzen heimisch geworden bin ich durch die Jahre, in denen ich vorwiegend für die Allgemeine Zeitung geschrieben habe. Gleich der erste Auftrag führte mich ins Neue Schauspielhaus in Uelzen zu einem Konzert. Zu meiner Verblüffung sang damals das Publikum das Lied über den Commandante Che Guevara mit. Jedenfalls die deutsche Version von Wolf Biermann. Von diesem Tag an bin ich regelmäßig von der AZ eingesetzt worden, vorwiegend für die Kulturberichterstattung. Ein großer Teil dieser Berichte galt den Aktivitäten des Kulturkreises, von Konzerten über Theaterstücke bis hin zur Akrobatik des chinesischen Nationalzirkus oder ein mitreißender Auftritt einer vielköpfigen Gruppe aus Südafrika, die mit Schutzhelmen und Gummistiefeln tanzend die Arbeitswelt von Minenarbeitern darstellte.

Vorstandsvorsitzender Sparkasse Uelzen Lüchow-Dannenberg
Ein starkes Uelzen braucht eine lebendige Kultur. Unter unserem Motto ‚wir gemeinsam‘ stehen wir dem Kulturkreis Uelzen e.V. seit vielen Jahren als verlässlicher Partner zur Seite. Gemeinsam können wir die Lebensqualität und die Vielfalt in unserer Region nachhaltig gestalten und fördern. Wir gratulieren dem Verein von Herzen zum 80-jährigen Jubiläum und freuen uns auf viele weitere kreative Jahre, in denen wir gemeinsam weiter wachsen.

Geschäftsführerin Göttinger Symphonieorchester
Mit dem Kulturkreis Uelzen verbindet uns als Göttinger Symphonieorchester weit mehr als nur eine Vielzahl gemeinsamer Konzertabende. Es ist die Freude daran, Musik zu teilen, Menschen zusammenzubringen und besondere Momente entstehen zu lassen. Wenn wir in Uelzen zu Gast sind, spüren wir immer, wieviel Herzblut hinter der Arbeit des Kulturkreises steckt. Dass Kultur über so viele Jahrzehnte hinweg ihren festen Platz in einer Region hat, ist keine Selbstverständlichkeit – es braucht Menschen, die sich mit Begeisterung, Ausdauer und Neugier dafür einsetzen. Wir sind sehr dankbar für die vielen gemeinsamen Begegnungen und freuen uns auf alles, was noch kommt. Für die nächsten 80 Jahre wünschen wir dem Kulturkreis weiterhin ein offenes, neugieriges Publikum, viele unvergessliche Abende und vor allem Menschen, die Kultur mit genauso viel Leidenschaft möglich machen wie heute. Herzlichen Glückwunsch zu 80 Jahren Kulturkreis Uelzen!
Foto GSO © Mirko Plha

Mitglied Erweiterter Vorstand Kulturkreis, Bürgermeister Stadt Uelzen (2001-2014), 1. Vorsitzender Museums- und Heimatverein des Kreises Uelzen e.V.
Seit 1980 war ich dem Kulturkreis über 30 Jahre dienstlich eng verbunden und bin es privat heute noch. Besonders gerne erinnere ich mich an die Premieren, die es in den 80er Jahren in unserem Theater gab, z.B. Gerhart Hauptmanns ,,Vor Sonnenuntergang“ mit Will Quadflieg mit anschließender Zusammenkunft mit dem Künstler im damaligen „Uelzener Hof“. Ebenso wichtig zu erwähnen ist für mich die Arbeit, die Ingrid und Dieter Schinkel mit KIK (Kino im Kulturkreis) und KiKi (Kinderkino) über lange Jahre für die Filmkultur geleistet haben. Ein herausragendes Ereignis für mich war schließlich auch die konzertante Aufführung der Oper „Lulu“ von Friedrich Kuhlau durch das TfN, die dank der Initiative von Ute Lange-Brachmann im Theater an der Ilmenau sozusagen ihre Uraufführung am Geburtsort des Komponisten erfuhr.

Mitglied Kulturkreis
Es muss ca. 1970 gewesen sein, da las ich in unserer AZ eine Ankündigung einer Aufführung des Musicals ,,Anatevka“ bzw. ,,Fiddler on the Roof“ in der Besetzung mit dem berühmten Schauspieler Shmuel Rodensky. Da war mein Interesse geweckt, hatte ich doch schon viel davon gehört. Dieses Musical in dieser hochrangigen Besetzung bei uns in Uelzen? Natürlich fuhr ich gleich zur damaligen Touristinformation im Uelzener Kiosk, um Karten für mich und meinen Mann zu kaufen, an meiner Hand meine etwa vierjährige Tochter Anke. Ich musste mich einer langen Menschenschlange anschließen, die immer länger wurde, bis es dem Inhaber des Kiosks zu bunt wurde, denn seine Kundschaft bestand hauptsächlich aus Käufern von Zeitschriften, Zigaretten und Getränken, die nunmehr nicht zu ihrem Recht kam. Die Menschentraube musste sich daraufhin neu auf die andere Seite ausrichten, um seiner Kundschaft Platz zu verschaffen. Das führte dazu, dass nun der „Ellbogen“ eingesetzt wurde, zumal das Gerücht umging, dass die Karten bald ausverkauft sein würden. Das Gedränge wurde so heftig, dass ich furchtbare Angst um meine kleine Tochter bekam. Aus dem Gewühl kam ich auch nicht heraus. Da erblickte mich eine Nachbarin, die zufällig vorbeikam und meine Notlage erkannte. Durch Zurufe und hilfsbereite Menschen, die die Lage erkannten, wurde meine kleine Tochter über alle Köpfe der Anstehenden hinweggehoben und von meiner Nachbarin in Obhut genommen. War ich erleichtert! Aber man kann sich gar nicht vorstellen, wie die Nachrücker, die so lange geduldig gewartet hatten und nun vielleicht keine Karten mehr bekommen würden, Druck auf uns Vorderen ausübten. Das war einfach unglaublich! Ich bin jedenfalls unbeschadet rücklings im Kiosk gelandet und habe auch noch die gewünschten zwei Karten bekommen. Die Aufführung des Musicals war einfach großartig und hat mich für alle Mühsal entschädigt. Aber für mich war dieses Ereignis ein Anlass, mich dem Kulturkreis anzuschließen, dem ich noch heute angehöre.

Mitglied Erweiterter Vorstand Kulturkreis, Schulleiter der Musikschule für Landkreis und Hansestadt Uelzen e.V.
Der Kulturkreis Uelzen steht für mich für kulturelle Vielfalt, Verlässlichkeit und die Überzeugung, dass Kultur einen wesentlichen Beitrag zum gesellschaftlichen Miteinander leistet. Sie schafft Begegnungen, eröffnet neue Perspektiven und bringt Menschen miteinander ins Gespräch. Darin liegt für mich auch ihre demokratische Bedeutung: Kulturelle Einrichtungen schaffen Räume für Austausch, machen unterschiedliche Sichtweisen sichtbar und ermöglichen gesellschaftliche Teilhabe. Für die Zukunft wünsche ich dem Kulturkreis Uelzen, dass er diese Rolle weiterhin mit Offenheit und Neugier ausfüllt und Kultur als verbindende Kraft in einem offenen und demokratischen Gemeinwesen stärkt.

Inhaberin Bürgerhotel Uelzen
EINE LANGJÄHRIGE VERBINDUNG, DIE VON VERTRAUEN UND FLEXIBILITÄT LEBT
Zwischen dem Kulturkreis und dem Bürgerhotel Uelzen besteht seit vielen Jahren eine enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit. Wir sind ein verlässlicher Gastgeber für die Künstlerinnen und Künstler, die im Rahmen der Veranstaltungen des Kulturkreises nach Uelzen kommen. Dabei läuft nicht immer alles nach einem festen Zeitplan: Manchmal reisen die Künstlerinnen und Künstler erst spät am Abend an, manchmal stehen besondere Vorbereitungen an – und gelegentlich gehört z.B. auch das Haarefärben auf dem Hotelzimmer dazu, bei dem schon einmal ein Handtuch etwas mehr abbekommt als geplant. Mit Verständnis, Gelassenheit und großer Flexibilität versuchen wir den unterschiedlichen Bedürfnissen zu begegnen. Wir freuen uns über die langjährige Verbindung mit dem Kulturkreis und darüber, immer wieder ganz unterschiedliche Künstlerpersönlichkeiten kennenzulernen und bei uns begrüßen zu dürfen. Denn neben den musikalischen und künstlerischen Talenten bringen die Gäste manchmal auch ihre ganz eigenen, besonderen Charaktere und kleinen Eigenheiten mit – und genau das macht die Begegnungen lebendig und abwechslungsreich. So ist über die Jahre eine Partnerschaft gewachsen, die über die reine Unterbringung hinausgeht. Sie lebt von gegenseitigem Vertrauen, persönlichem Austausch, Flexibilität und der Fähigkeit, auch ungewöhnliche Situationen mit Humor zu nehmen.

Mitglied Kulturkreis
Als ich im März 1972 nach Uelzen kam, gab es ein neues Theater, in dem es von besten Schauspielern dargestellte Stücke und ebenso gute Orchestermusik gab. Dank des Kulturkreises wurde große Kultur gepflegt. Schon bald war die Mitte der 12. Reihe unser, später mein glücklicher Stammplatz. Im Jahr 1975 entstand der Kunstverein Uelzen. Durch die Freundschaft mit der ersten 1. Vorsitzenden, Eva v. d. Wense, konnte ich sehr gerne praktische Hilfe im Verein leisten. So wurde ich 1990 – unter Jürgen Krüger – 2. Vorsitzende des KVU. Als mein Mann erster Vorsitzender des KVU wurde, sollte es kein Familienunternehmen werden, also schied ich aus dem Vorstand aus. Dem Kulturkreis der Stadt bin ich für seine wichtige Kulturarbeit, die diese Stadt lebbarer, wichtiger macht, sehr, sehr dankbar.

Geschäftsführer Woltersburger Mühle e.V., Kulturtafel Uelzen
Die Woltersburger Mühle ist zusammen mit Initia Träger der Kulturtafel. Die Kulturtafel will es Menschen mit wenig Geld ermöglichen, das Kulturangebot im Landkreis Uelzen wahrzunehmen. Das Projekt lebt davon, dass Kulturanbieter kostenlos Karten zur Verfügung stellen. Der Kulturkreis ist von Anfang an ein wichtiger Partner der Kulturtafel. Der Kulturkreis hat damit vielen Menschen eine große Freude gemacht. Dafür können wir nur danken! Unvergesslich ist eine Frau, die mit Unterstützung der Kulturtafel zum ersten Mal in ihrem Leben eine Theatervorstellung besucht hat. Sie hat sich chic angezogen und ist einigermaßen nervös hingegangen. Sie war etwas überrascht, dass die anderen Menschen meist normal aussahen – und hat den Abend genossen. Es ist wichtig, dass wir versuchen, Menschen die Kultur näherzubringen. Kultur ist Teil unserer Identität. Wenn wir die eigene Kultur, in all ihren traditionellen und modernen Facetten, nicht kennen, entsteht eine Orientierungslosigkeit, die nicht ungefährlich ist. Kulturangebote machen uns nicht nur mit der eigenen Tradition vertraut, sie bieten auch die Möglichkeit, fremde Kulturelemente kennenzulernen. Der Kulturkreis ist ein wichtiger Bestandteil unserer Gemeinschaft. Das soll so bleiben.

Prokurist der Stadtwerke Uelzen (mycity)
Seit 80 Jahren bringt der Kulturkreis Uelzen Menschen zusammen und schafft besondere Momente. Mit seinem vielfältigen Programm bereichert er das kulturelle Leben in Uelzen und schafft Begegnungen, die über den einzelnen Konzert oder Theaterabend hinaus in Erinnerung bleiben. Damit ist der Kulturkreis ein wichtiger Teil des kulturellen Lebens in Uelzen, stiftet Gemeinschaft und macht unsere Stadt lebendig. Als Stadtwerke Uelzen unterstützen wir die Arbeit des Kulturkreises bereits seit vielen Jahren. Denn wir sind überzeugt: Kultur macht einen wichtigen Teil unserer Lebensqualität aus und sollte möglichst vielen Menschen offenstehen. Das vielfältige Programm reicht von klassischem und modernem Theater, Konzerten, Kleinkunst und Kinderveranstaltungen bis hin zu Veranstaltungen wie Musical, Kabarett und Shows und zeigt damit, wie viele Facetten Kultur hat. In diesem Jahr haben wir unsere Zusammenarbeit weiter vertieft und unter anderem verschiedene pluscard-Aktionen angeboten. Damit möchten wir kulturelle Teilhabe fördern und möglichst vielen Menschen den Zugang zu den vielfältigen Kulturangeboten in Uelzen erleichtern – so dass Kultur für alle erlebbar wird. Zum 80-jährigen Bestehen gratulieren wir dem Kulturkreis Uelzen herzlich. Unser Dank gilt allen, die den Verein über viele Jahre hinweg geprägt, Veranstaltungen möglich gemacht und sich für das kulturelle Leben in Uelzen eingesetzt haben. Für die Zukunft wünschen wir weiterhin viel Erfolg, kreative Ideen und ein begeistertes Publikum – damit auch die kommenden Generationen viele unvergessliche Kulturmomente in Uelzen erleben können.

Landrat Landkreis Uelzen
Seit acht Jahrzehnten leistet der Verein herausragende kulturelle Arbeit, die immer wieder auch über die Grenzen des Landkreises hinaus Beachtung findet. Der Kulturkreis Uelzen fördert Vielfalt, stärkt das Miteinander und verbindet Menschen aus allen Generationen. Das Engagement der Vereinsmitglieder und der Verantwortlichen macht unseren Landkreis lebendig, kreativ und weltoffen. Mein Dank gilt allen Aktiven, die mit Leidenschaft Projekte realisieren, Partnerschaften aufbauen und Räume schaffen, in denen Kunst, Musik, Literatur und Geschichte lebendig werden. Sie investieren Zeit, Herzblut und Mut – dafür gebührt ihnen Anerkennung und Wertschätzung. Ich freue mich auf viele weitere inspirierende Jahre der Zusammenarbeit und darauf, die kulturelle Identität unseres Landkreises gemeinsam zu stärken und weiterzuentwickeln. Herzlichen Glückwunsch zum 80. Geburtstag des Kulturkreises Uelzen!

Musikerin, ehemaliges Jurymitglied beim Kuhlau Wettbewerb (2007-2023)
Mit dem Kulturkreis verbinde ich die Freude an besonderen kulturellen und menschlichen Begegnungen – Momenten, in denen Kunst Menschen unmittelbar berührt. Es beeindruckt mich immer wieder, wie es in einer Stadt wie Uelzen gelingt, Kultur auf so hohem Niveau lebendig zu halten, wertzuschätzen und ihre Strahlkraft weit über die Stadtgrenzen hinaus zu entfalten. Obwohl ich nicht in Uelzen lebe, habe ich mich dort stets auf besondere Weise beheimatet gefühlt. Das verdanke ich dem Kulturkreis und vor allem den Menschen, die ihn mit so viel Engagement und Leidenschaft tragen. Unvergessen bleibt für mich unsere Tourneeaufführung von „Spatz und Engel“ in Uelzen – ein wunderbares Beispiel dafür, wie Musik und Theater zu einem intensiven Erlebnis verschmelzen und einfach alles zusammenpasst, nicht nur künstlerisch, sondern auch organisatorisch vor Ort. Auch der Internationale Kuhlau-Wettbewerb steht für das Besondere, das Uelzen auszeichnet: die Verbindung von internationalem Spitzenniveau mit einer außergewöhnlichen Gastfreundschaft, die durch die Gastfamilien ganz unmittelbar erfahrbar wird. Kultur ist unverzichtbar. Sie inspiriert, verbindet und öffnet unseren Blick für die Welt. Mein Wunsch an den Kulturkreis ist deshalb: Bleiben Sie neugierig, mutig und offen für Neues – und schaffen Sie auch in Zukunft Räume für Begegnung, Inspiration und unvergessliche Erlebnisse. Und mein Wunsch an alle, die Kultur finanziell ermöglichen: Sparen Sie nicht an der Kultur. Sie ist kein Luxus, sondern lebensnotwendig für unseren gesellschaftlichen Zusammenhalt.
Foto Cordula Hacke © Monika Werneke

Leiterin Schul- und Kulturamt Landkreis Uelzen
Mit dem Kulturkreis verbindet mich zum einen meine Tätigkeiten als Leiterin des Schul- und Kulturamtes des Landkreises Uelzen und zum anderen der Besuch der Aufführungen im Theater. Besonders gern erinnere ich mich an die Kinderaufführungen, die ich in den vergangenen Jahren gemeinsam mit meiner Tochter besucht habe. Die gespannten Gesichter und leuchtenden Kinderaugen zu sehen, ist für mich immer wieder etwas Besonderes. Wenn es plötzlich im ganzen Theatersaal still wird, alle gebannt nach vorn schauen und kurz darauf aus tiefstem Herzen gelacht wird, entstehen Momente, die mir lange im Gedächtnis bleiben. Kultur ist für mich unverzichtbar, weil sie Menschen verbindet. Sie erzählt davon, woher wir kommen, was uns ausmacht und wie unterschiedlich Menschen leben und die Welt wahrnehmen. Musik, Theater und Kunst ermöglichen es uns, uns auszudrücken, neue Perspektiven kennenzulernen und gemeinsam besondere Augenblicke zu erleben. Kultur bereichert unser Leben und stiftet gesellschaftliche Identität. Für die kommenden Jahrzehnte wünsche ich dem Kulturkreis Uelzen, dass es ihm weiterhin gelingt, Menschen jeden Alters für Kultur zu begeistern und zusammenzubringen. Vor allem wünsche ich ihm viele engagierte Menschen, die mit Leidenschaft dafür sorgen, dass Kultur in Uelzen lebendig bleibt und auch künftige Generationen erreicht.

Uelzener Kultur-Urgestein, Künstler, 1. Vorsitzender Kulturkreis (2003–2011), Kulturpreis Landkreis Uelzen, Ehrengabe Hansestadt Uelzen
Es ist das spezielle Kulturangebot, das Uelzen lebens-, liebens- und lobenswert macht.

Theatergastronom (2002-2014 und 2019-2020), freier Mitarbeiter Allgemeine Zeitung der Lüneburger Heide (2013-2025)
EIN VIERTELJAHRHUNDERT LEBEN MIT DEM THEATER
Am 18. August 2001 nahmen meine Frau Barbara und ich auf Vorschlag unseres Freundes Georg Lipinsky mit einem Ausschank-Stand unserer am 4. Februar 2000 gegründeten Vinothek ,Gutenberg’ am „Theaterfest 2001“ auf dem Platz vor dem HEG, neben dem Theater, teil. Zu späterer Stunde setzte ich mich mit mehreren Flaschen Trollinger an den Tisch der Kulturkreis-Macher … und bekam Anfang Dezember die Anfrage, ob ich nicht die Gastronomie im Theater an der Ilmenau übernehmen möchte. So kam es, dass wir, die wir so gar nichts davon wussten, wie es vor Beginn der Veranstaltungen, in der Pause und hinterher zugehen würde, am Silvesterabend 2001/2002 unseren Dienst im Theater aufnahmen. Es war der Vorabend der Euro-Einführung ab Neujahr 2002. So hatten recht viele Theaterbesucher schon ihr Startpaket der neuen Münzen bei sich und bezahlten statt mit DM mit Euro. Zu dem Stress des ersten Abends hinter den Rolltheken in der HEG-Pausenhalle kam der Stress mit dem Euro. Es kamen noch mehrere solcher „Bewährungsproben“. So konnten wir an unserem ersten – ausverkauften – „Atze- Schröder“-Abend die Pausenhalle des HEG nicht nutzen, weil dort zeitgleich eine Blutspende-Aktion des DRK stattfand. Wir mussten mit unserem Bier-Nachschub aus dem Depot im Keller unter der Pausenhalle zwischen den Blutspendern auf den Liegen hindurchlaufen. Die Spender nahmen es von der lustigen Seite, begehrten gar „Wegezoll“. Da unser Vorrat an Gerstensaft schon im „Vorweg“- Geschäft arg zusammengeschmolzen war, nutzte ich die erste Spielzeithälfte, um für die Pause Bier nachzukaufen – das waren noch Zeiten! 2006 feierte der Kulturkreis seinen 60. Geburtstag mit einer prallvollen Broschüre über Kunst und Kultur in Uelzen. Auf zwei Seiten stellte ich darin den Theaterkeller vor, damals DIE gastronomische Versammlungsstätte des Theaters an der Ilmenau schlechthin. Mitte Februar 2013 gab es eine Beatles- Revival-Show mit den „Silver-Beatles“ aus Hannover – eine Spitzenband. Dass dieser Abend für unser weiteres Leben von ausschlaggebender Bedeutung sein würde, ahnte ich nicht. Meine Theken-Crew hatte mir sowohl für die erste als auch für die zweite Spielzeit zeitweise freigegeben, sodass ich einen Teil des Programms sehen und hören konnte. Schon zu Beginn der Veranstaltung hatten zwei Eintrittskarten auf dem Kassentresen gelegen mit dem Vermerk „Presse“. Die Karten lagen zur Pause und auch nach Ende der Veranstaltung immer noch dort. Später am Abend nahm ich Kontakt auf zu Ines Bräutigam, meiner damaligen Ansprechpartnerin bei der AZ für PR-Texte für den Montagstreff des Kunstvereins u.ä. und fragte, ob diese Karten vergebens zurückgelegt wurden. Sie bestätigte dies und bedauerte, dass wohl niemand für die Heimatzeitung dagewesen sei. Ob ich nicht ersatzweise einen Bericht darüber schreiben könne...? Und ob ich das konnte... Noch in der Nacht kontaktierte ich Johnny Silver und ließ mir von ihm die Nutzung von Bild und Text der bandeigenen Homepage genehmigen. Am 19. Februar 2013 stand mein Text über dieses Konzert in der AZ. Damit war ich in den Schoß der AZ zurückgekehrt und wurde in den folgenden 13 Jahren bis zum Sommer 2025 bevorzugt für die Berichterstattung im Bereich Kunst und Kultur eingesetzt. Es war eine wunderschöne Zeit für meine Frau – mein Script-Girl – und mich. So viele kulturelle Veranstaltungen unterschiedlicher Genres ... auch im vom Kulturkreis Uelzen majorisierten Theater an der Ilmenau, aus dem ich weiterhin berichtete, nachdem mein Vertrag als Theaterwirt endete. Im Sommer 2025 war aufgrund zunehmender gesundheitlicher Einschränkungen auch mit dem Schreiben Schluss. Die 25 Jahre aktiven Zusammenwirkens mit dem Kulturkreis gehen nun über in eine eher passive Beziehung – bestehen bleibt sie allemal.

Geschäftsführerin Kulturkreis
Die „große Gala“ zum 75. Jubiläum des Kulturkreises fiel aufgrund der Corona- Pandemie ungewollt klein aus. Umso mehr freue ich mich, dass das 80. Jubiläum nun mit einer Festveranstaltung und dieser Portraitsammlung gefeiert wird. „80 Gesichter“ zeigen, wie vielfältig, lebendig und menschlich 80 Jahre Kulturkreis sind – und dass es viele „Gesichter“ braucht, um Kultur zu ermöglichen und mit Leben zu füllen. Die Zusammenarbeit und Begegnung mit den vielen Menschen im Verein, in Uelzen, vor und hinter den Kulissen und im Theatersaal erlebe ich als große Bereicherung, die mir viel Freude macht. Nach 80 Jahren gibt es beim Kulturkreis zahlreiche Traditionen. Ich denke dabei an das Neujahrskonzert mit dem Göttinger Symphonieorchester oder die Vorstellungen von „A Christmas Carol“ – beide gehören seit Jahrzehnten zum Programm. Gleichzeitig gibt es die Offenheit, Neues auszuprobieren. Mit dem Ensemble Stegreif war beispielsweise im vergangenen Jahr ein junges Orchester zu Gast, das ohne Dirigentin oder Dirigent, ohne Noten und ohne Stühle mit bekannten und unbekannten Werken das Publikum begeisterte. Auch organisatorisch wird bewahrt und erneuert. Wichtige neue Angebote sind etwa der erfolgreiche Wahl-Ring, der in dieser Saison sein zehnjähriges Bestehen feiert, oder das TicketPlus, mit dem bei ausgewählten Veranstaltungen eine Begleitperson unter 25 Jahren kostenfrei mitgenommen werden kann. Ein besonderes Herzensprojekt ist der Schauspielkurs für Kinder, den der Kulturkreis seit 2025 gemeinsam mit dem Theater und der Theaterpädagogin Julia Knappe anbietet. Der Weg zu einer Veranstaltung ist mal kürzer, mal länger, mal aufregend, manchmal Routine und fast immer gibt es kleine und größere Probleme zu lösen. In den letzten Jahren waren die größeren Herausforderungen die Theaterschließungen und die Corona-Pandemie mit Veranstaltungsausfällen, Mindestabständen und unzähligen Hygienekonzepten. Am Ende aber steht immer ein besonderer Moment: Das Licht geht aus und die Vorstellung beginnt. Egal, ob eine Vorstellung grandios oder enttäuschend, ergreifend oder anstrengend ist – Theater ereignet sich in diesem Moment live und unwiederholbar. Text, Musik, Bewegung, Körper und Raum kommen zusammen und werden mit allen Sinnen erfahrbar. Die Menschen auf und hinter der Bühne und das Publikum sind für diesen Augenblick miteinander verbunden – sie bilden eine Gemeinschaft, die dieses Geschehen erst möglich macht und es zugleich gemeinsam erlebt. Und wenn der Abend vorbei ist, geht jede und jeder ein wenig reicher nach Hause: an Gedanken, Gefühlen und Ideen, an Bildern und Eindrücken, die weiterwirken – manchmal ein ganzes Leben lang. Spontan erinnere ich mich an Kulturkreis- Abende, die teilweise mehr als zehn Jahre zurückliegen. An einen kettenrauchenden Gregor Samsa in durchweichter Kleidung in einer gefüllten Badewanne – ekelhaft! An drei Jugendliche, die in einer Inszenierung von Herrndorfs „Tschick“ das Publikum mit ihrer Authentizität vom Hocker rissen. An die Zuschauerinnen und Zuschauer, die fast schon verzweifelt vor den beiden geöffneten Saaltüren standen und sich nicht entscheiden konnten: schuldig oder nicht schuldig? Entscheiden mussten sie sich – sonst konnten sie das Ende von „Terror“ nicht sehen. Oder an einen herzzerreißenden „Oliver Twist“, den die American Drama Group aufgrund widriger Umstände nur für zwei Handvoll zu Tränen gerührter Damen aus einem Englischkurs spielte. Und ... diese Liste ließe sich noch lange fortsetzen! Die Freude über gelungene Vorstellungen ist groß und wird fast nur von der Vorfreude auf kommende Programme übertroffen. An Gründen für diese Vorfreude mangelt es in der aktuellen Saison – und auch in der kommenden, die wir bereits vorbereiten – jedenfalls nicht. Ich wünsche dem Kulturkreis auch für die Zukunft ein treues Publikum, weiterhin verlässliche und positive Beziehungen in Uelzen und in der Gastspielbranche und natürlich viele gelungene Vorstellungen. Und ich freue mich, wenn ich zum 100. Jubiläum eingeladen werde!

Redakteur Allgemeine Zeitung der Lüneburger Heide (1986-2018)
EINE WIE KEINE
Es lohnt sich, für die Kultur zu kämpfen „Sie finden mich im Alten Rathaus. Einfach die Treppe hoch dann links, dann die letzte Tür auf der linken Seite.“ Ich klopfe an. Plakate an den Wänden, auf dem Schreibtisch ein leichtes aber scheinbar gut sortiertes Chaos. Sie steht auf, begrüßt mich mit Handschlag. Uelzen hat eine neue Kulturmanagerin – Ute Lange Brachmann. Diese erste Begegnung ist mehr als 20 Jahre her. Das Büro mit dem herrlichen Ausblick auf die Ratsweinhandlung und die Fußgängerzone Geschichte. Im Laufe der Jahre werde ich die Kämpferin für die Uelzener Kultur besser kennenlernen, werde miterleben, wie sie sich unverdrossen für die Kulturszene stark macht. Ihre große Liebe: die Holdenstedter Schlosswoche. Wenn sie von den Begegnungen mit den Künstlern und Referenten erzählt, gerät Ute Lange-Brachmann ins Schwärmen. „Was, den kennen Sie nicht?“ Wenn ich wieder einmal passen muss, habe ich schon fast ein schlechtes Gewissen. Bei ihr auf dem ehemaligen Familien- Bauernhof in Hambrock geben sich derweil die Größen der klassischen Musik die Klinke in die Hand. Da wird bei anregenden Gesprächen sicherlich so manch eine Flasche Wein geleert worden sein. Sie lebt Kultur, ob Klassik, ob Literatur, ob Sprechtheater, Kabarett, bildende Kunst, Comedy – auch wenn sie mit letzterem vielleicht nicht wirklich viel anzufangen weiß. Und sie ist sich auch nicht zu fein, mit einem ihrer Kritiker die berühmte Friedenspfeife zu rauchen. Sie wird den Kulturkreis Uelzen im Laufe der Jahrzehnte prägen wie kaum eine andere. Eine gute Zuhörerin und doch eine, die ihre Standpunkte vehement vertritt, die sich nicht scheut anzuecken. Ein Original? Eher nicht, aber eine, die es mit ihrer ansteckenden Art versteht, andere von sich und ihren Argumenten zu überzeugen. Ihr herzerfrischendes Lachen tut das Seinige dazu. Solche Menschen wie Ute – inzwischen sind wir per „du“ – braucht der Kulturkreis Uelzen, braucht die Kulturszene, damit sie auch nach 80 Jahren voller Zuversicht in die Zukunft schauen kann.

Betriebsleiter Eigenbetrieb KTS
Seit 80 Jahren steht der Kulturkreis für all das, was Theater so besonders macht: Erlebnisse, Begegnungen, Freundschaften, Lachen und Weinen, Euphorie und Gänsehaut – und vor allem für die Menschen, die mit Herzblut, Sachverstand und Liebe zur Kultur all diese besonderen Momente erst möglich machen.

1. Vorsitzender Verein zur Förderung der Kunst im Kreativen Speicher e. V. (2013-2024)
OHNE KULTUR IST ALLES NICHTS...
Diesem Grundsatz verschreibt sich der Kulturkreis Uelzen seit 80 Jahren. Er ist gleichbedeutend mit dem Angebot kultureller, vielfältigster Art und eine feste Institution in Uelzen und weit darüber hinaus. Ehrenamtlich geleitet, unterstützt von der Hansestadt Uelzen, garantiert er Unterhaltung im besten Sinne und wartet Jahr für Jahr mit einem Programm auf, das seinesgleichen sucht. In meiner Tätigkeit für das Neue Schauspielhaus Uelzen, war es uns vergönnt, mit dem Kulturkreis einen engen Kontakt zu halten, uns abzustimmen und erquicklich zusammenzuarbeiten. Die Vielfalt des kulturellen Angebots in der Region, das der Kulturkreis Uelzen maßgeblich mitgestaltet, zeigt, wie wichtig Kultur für die Demokratie ist. Die Gestaltung ist frei und unabhängig, staatliche Einflussnahme undenkbar. Dabei muss es bleiben, merken wir mittlerweile doch alle, dass nichts selbstverständlich ist. Ist die Demokratie in Gefahr, ist es die Kultur besonders. Kultur, allenthalben, so wie sie auch der Kulturkreis versteht und praktiziert, ist zu schützen. Wer sie schützt, schützt die Demokratie. Den Kulturkreis durch eine Mitgliedschaft zu unterstützen, wird damit zur vornehmen Aufgabe.

Mitglied Kulturkreis
Schon das von Georg Lipinsky gestaltete Titelblatt des Programmhefts entzückt jedes Jahr von Neuem und macht Lust es gleich aufzuschlagen – neugierig und gespannt auf die Veranstaltungen des Kulturkreises für die neue Saison. Mir jedenfalls geht das so seit nunmehr ca. 25 Jahren. Ich finde sehr schnell insbesondere aus dem Theater- und Musikangebot Vieles, hinter das ich schon gleich mal ein Kreuzchen setze. Und wer als Nicht-Mitglied des Kulturkreises das Programmheft nicht nachhause geschickt bekommt, findet es bei der Tourist-Info – ein einfacher Weg, sich über die so vielfältigen Angebote des Kulturkreises zu informieren. Ein ganz besonderes Highlight ist für mich der alle zwei Jahre in Zusammenarbeit mit der Stadt stattfindende Internationale Flötenwettbewerb Friedrich Kuhlau, bei dem es der interessierten Öffentlichkeit möglich ist, dem Vorspiel junger Studierender aus vielen Ländern vor der international besetzten Jury zuzuhören und auch am Abschlusskonzert – jeweils ohne Eintritt – teilzunehmen. Dafür verschiebe ich in dieser Zeit nach Möglichkeit alle Termine und lasse mich stattdessen von dem Können der jungen Musiker* innen faszinieren. Und dass ich bei vielen der Wettbewerbe – wie sehr viele andere Menschen in Stadt und Landkreis auch – zwei oder auch manchmal bis zu vier Studierende bei mir zuhause zu Gast haben durfte, war immer ein ganz besonderes, herzerwärmendes Erlebnis: Das Mitfiebern, manchmal auch das Trösten, die komischsten Missverständnisse angesichts sprachlicher Unzulänglichkeiten, das gemeinsame Frühstück (vom Zuckerrübensirup! waren die Japanerinnen und die Südkoreanerin hingerissen), das Üben manchmal auch bei mir und die keinesfalls zu vernachlässigende Kleidungsfrage für den Auftritt – mit einigen meiner Gäste aus Polen, Schweden, Belarus, Japan und Südkorea habe ich bis heute losen Kontakt. Dem Kulturkreis zum 80sten nicht nur herzliche Gratulation, sondern auch ein großes Dankeschön für so viele wunderbare – na ja, manchmal auch nicht ganz so wunderbare – Abende im Theater und auf der Hinterbühne. Für die nächsten Jahre weiterhin ein ‚gutes Händchen‘ bei der Auswahl der Veranstaltungen und ein immer gut gefülltes Haus! Ich freue mich schon auf das Programmheft 2027/2028!

Theatermanagerin Theater an der Ilmenau
Von Herzen nur die allerbesten Glückwünsche zum 80-jährigen Bestehen! Eure Arbeit ist für Uelzen und das Theater an der Ilmenau sehr bereichernd und nicht mehr wegzudenken. Unsere Zusammenarbeit genieße ich sehr, sie ist inspirierend, bereichernd und besonders schön! Danke euch für all die Beiträge, die unermüdliche (ehrenamtliche) Arbeit und eure kreativen Ideen, die Uelzen als Kulturort lebendig und einzigartig machen. Auf euch und viele weitere Jahre!

Mitglieder Kulturkreis
Mein Mann und ich haben uns in Berlin im Studium kennengelernt und auch dort schon immer Konzerte, Opern und Theater besucht. So war es für uns wunderbar, dass wir hier in Uelzen das so schöne Kulturleben weiter genießen konnten! Jedes Mal freuten wir uns auf die Sinfoniekonzerte und ich ging mit einer Freundin ins Theater! Immer wieder waren neue interessante Gastspiele zu erleben! In den letzten Jahren haben wir es uns zur Gewohnheit gemacht, die Silvesteraufführungen anzusehen und es war immer ein besonderes Erlebnis! Herzlichen Dank für all die Kulturerlebnisse.

Leitung Marketing und Referentin für Gastspielorte Theater für Niedersachsen
Seit vielen Jahren sind wir als theater für niedersachsen immer wieder gerne in Uelzen zu Gast. Wir danken dem Kulturkreis für die regelmäßigen Einladungen und gratulieren ganz herzlich zum Jubiläum! Ihr Engagement für die Stadt und die Region ist ein unverzichtbarer Beitrag, durch den Kultur für viele Menschen zugänglich wird. Im Theater begegnen wir uns, um unterhalten zu werden, um zum Nachdenken angeregt zu werden und um neue Perspektiven kennen zu lernen. Da bleiben viele bewegende Erlebnisse in Erinnerung! Im März 2026 haben wir „Ewig jung“ gespielt und das Älterwerden von der humorvollen Seite aus betrachtet. Im April 2026 hat das Chanson-Musical „Das kunstseidene Mädchen“ sentimentale und glanzvolle Momente erzeugt. Und über die vielen Jahre konnten wir von Goethes „Faust“ (2013) bis zu Oscar Straus‘ Operette „Die Perlen der Cleopatra“ (2023) zeigen, wie vielfältig Theater sein kann. Wir freuen uns auf viele weitere Begegnungen und kulturelle Höhepunkte in Uelzen! Bleiben Sie so engagiert und zuversichtlich für die nächsten 80 Jahre und fördern Sie weiterhin, dass Theater und Publikum zueinander finden.
Foto TfN © Tim Mueller

Mitglieder Kulturkreis
Schon unser ganzes Leben spielt Musik sowohl in der Familie als auch im Berufsleben eine große Rolle. Nach einem Musikstudium wurde ich Berufsmusiker und kam nach verschiedenen Stationen 1993 als Musikschulleiter an die Musikschule für Kreis und Hansestadt Uelzen. Bis zum Ende meines Berufslebens war ich dort als Musikschulleiter und die letzten Jahre als Klavierlehrer tätig. Meine Frau unterrichtet bis heute im Elementarbereich der Musikschule und ist als Chorleiterin an der Singschule von St. Marien aktiv. Natürlich sind wir nicht nur Kulturschaffende, sondern auch leidenschaftliche Kulturinteressierte und Kulturkonsumenten, was den regelmäßigen Besuch von kulturellen Veranstaltungen des Kulturkreises zur Folge hatte und hat. Auch in der Organisation von verschiedenen kulturellen Veranstaltungen waren wir engagiert, eine Zeit lang auch im erweiterten Vorstand des Kulturkreises. Mit großer Freude gaben wir unser musikalisches Interesse an unsere vier Kinder weiter, woraus ebenfalls verschiedene Berufswünsche erwuchsen. Drei unserer vier Kinder sind Berufsmusikerin oder Berufsmusiker geworden, alle vier eint das Singen im Chor und das Spielen von verschiedenen Instrumenten. Neben meiner Berufstätigkeit bin ich bis heute als Chorleiter, aktiver Chorsänger in der St.-Marien-Kantorei und Dirigent von verschiedenen Chören sowie als Organist engagiert. Meine Frau ist seit über dreißig Jahren Mitglied im Uelzener Kammerorchester und singt in der Kantorei der St.-Marien-Kirche in Uelzen. Wir gratulieren dem Kulturkreis ganz herzlich zu seinem 80. Geburtstag.

Schauspieler Ohnsorg-Theater
Mit dem Kulturkreis Uelzen verbinde ich die vielen schönen Vorstellungen, die ich mit dem Ohnsorg in Ihrem Theater gespielt habe. Kultur eröffnet neue Horizonte, deshalb ist Ihre Arbeit so wichtig. Ich wünsche Ihnen weiterhin viel Erfolg und Unterstützung für alle Projekte, die noch auf Sie warten!
Foto Robert Eder © G2Baraniak

Geschäftsführer Bit&Bytes
Mein Team von Bit&Bytes darf dem Kulturkreis Uelzen als IT-Partner insbesondere im Bereich Internet & Social Media zur Seite stehen. Kunst und Kultur sind auch für uns als lokal verbundenes Unternehmen ein elementar wichtiger Faktor in unserer Gesellschaft. Wir sind stolz, mit dem Kulturkreis zusammenzuarbeiten und dazu beitragen zu können, die wundervolle Kunst des Theaters und Entertainments auf die Bühnen der digitalen Welt zu bringen. Wir gratulieren herzlich zu 80 Jahren und wünschen dem Kulturkreis Uelzen stets ausverkaufte Vorstellungen sowie den Mitarbeitern weiterhin die Kreativität und Leidenschaft, die den Kulturkreis in den letzten acht Jahrzehnten zu der erfolgreichen Institution gemacht haben, die er heute im Landkreis Uelzen ist.

Vorstand Kulturkreis Bodenteich und Umgebung e.V.
„Gemeinsam erlebte Kultur verbindet und bereichert“ Der Kulturkreis Bodenteich und Umgebung e.V. gratuliert recht herzlich zum Jubiläum. Auch uns gibt es bereits seit 1956, also 70 Jahre. Wir bedanken uns für die sehr gute Zusammenarbeit und Unterstützung.

Freier Fotograf und Mitarbeiter Allgemeine Zeitung der Lüneburger Heide
Seit vielen Jahren bin ich der kulturellen Szene in Uelzen verbunden. Als freier Fotograf und Journalist für die Allgemeine Zeitung der Lüneburger Heide führt mich der Beruf immer wieder in das Theater an der Ilmenau und natürlich auch zu den durch den Kulturkreis angebotenen Vorstellungen. Aber mein Interesse für die Kultur, zu der ja unter anderem auch die Literatur zählt, hat schon zu Schulzeiten begonnen. Als gelernter Buchhändler vergeht bei mir kein Tag, an dem ich nicht wenigstens ein paar Zeilen lese, ansonsten würde mir definitiv etwas fehlen. Der Einstieg in die Fotografie begann bei mir, wie so häufig als Hobby – in einem renommierten Schweizer Fotoforum verbrachte ich viele Jahre als sogenannter „Contributor“, also Mitwirkender und zwar einerseits als Lehrender, aber gleichzeitig auch als Lernender. Wo also Bild und Sprache zusammenfinden, ist es kein weiter Weg mehr zum Theater. Seit etlichen Jahren trifft man mich regelmäßig im Theater an der Ilmenau, meist oben an der Technik mit Kamera und Block ausgestattet. Meine Liebe gilt auch dem Neuen Schauspielhaus, schon seit Schamuhns Zeiten war ich dort häufiger Gast. Seit November 2026 bin ich Mitglied im Vorstand des Neuen Schauspielhauses, was mir die Möglichkeit gibt, dort aktiv mitzugestalten. Für immer unvergessen wird mir bleiben, dass mich das Team des Kulturkreises anlässlich des 55sten Geburtstages des Theaters an der Ilmenau sowie der parallel stattfindenden Saisoneröffnung 2025/2026 des Kulturkreises um eine Ausstellung meiner zahlreichen über die Jahre entstandenen Theaterfotos gebeten hatte. Die Fotos, auf hochwertigem Kunstdruckpapier gerahmt, waren für die Dauer von zwei Monaten zu besichtigen – heute leben sie im Backstagebereich des Theaters weiter. Ein Künstler im Theater hatte mir einmal gesagt: „Seit ich mein Hobby zum Beruf gemacht habe, musste ich keinen Tag in meinem Leben mehr arbeiten“, ein Satz, der so auch für mich gilt. Dem Kulturkreis wünsche ich auch weiterhin ein glückliches Händchen für die Programmgestaltung und Spaß an dem großen Engagement, ohne das viele Dinge einfach nicht funktionieren würden!

Theaterpädagogin, Leiterin Kinder-Schauspielkurs des Kulturkreises
Seit einigen Jahren darf ich für den Kulturkreis ein theaterpädagogisches Angebot für Kinder und Jugendliche gestalten. Es ist großartig, die wunderbaren Räume und Gegebenheiten des Theaters nutzen zu dürfen und die teilnehmenden Kinder auf ihrem Weg auf die Bühne begleiten zu dürfen. Ich durfte vor vielen Jahren auf genau dieser Bühne erste Erfahrungen sammeln – die Faszination für „Theater“ besteht seither und hat meinen beruflichen Weg bestimmt. Für mich ist die Kulturstätte „Theater“ ein unverzichtbarer Bestandteil unserer Gesellschaft, der die Gesellschaft lebenswert macht. Ein Ort, der Raum gibt für Freude & Tränen, Fragen & Antworten, Verbundenheit, Verwandlung, Anregung, Austausch, Provokation, Inspiration, Utopie, Scheitern ... Ein für mich absolut schützenswerter, da gefährdeter Raum. Ich wünsche dem Kulturkreis, dass er es auch die nächsten 80 Jahre schafft, mit seiner wertvollen Arbeit diese Kleinstadt lebenswert(er) zu machen!

Ballett & Gymstudio Karin Graaf
Ich übernahm 1992 die Ballettschule in Uelzen. Nach ca. sechs Jahren bekam ich einen Anruf von der Firma Agenda Production, die mit einer Ballettcompany durch Deutschland und Europa tourte, immer dabei die alten Klassiker des Balletts. Ich wurde gefragt, ob ich mir vorstellen könnte eigene kleine Choreografien zu schreiben, die meine Tänzerinnen zusammen mit den Profis auf der Bühne präsentieren könnten. Das machen wir bis heute und meine Tänzerinnen haben ein super Erlebnis jedes Jahr.

Mitarbeiterin Eigenbetrieb KTS
Seit 80 Jahren bringt der Kulturkreis Uelzen e.V. Geschichten auf die Bühne und damit Kultur, Begegnungen und Emotionen in unsere Hansestadt und die Region. Man sagt, Kultur ist der Spiegel der Gesellschaft – aber sie ist kein Selbstläufer. Sie braucht Menschen, die sie tragen. Durch den Kulturkreis, mit dessen unermüdlichem Engagement und Leidenschaft in der Organisation und hinter den Kulissen, ist das Theater ein Ort, an dem Geschichten lebendig werden, an dem gelacht, geweint, nachgedacht und gestritten wird. 80 Jahre misst man nicht in verkauften Eintrittskarten, sondern an den Emotionen des Publikums, die die Organisatoren für die harte Arbeit belohnen. Vielen Dank, liebes Team des Kulturkreises, dass ihr für uns jede Saison wieder ein tolles Programm zusammenstellt, das Traditionelles und Neues vereint.

Markwitz Außenwerbung
80 Jahre Kulturkreis ist schon beeindruckend, der Kulturkreis ist eine Institution, um die Uelzen von vielen Nachbarstädten beneidet wird und die aus Uelzen nicht wegzudenken ist. Ich freue mich über jetzt 33 Jahre immer angenehme Zusammenarbeit und wünsche allen Mitarbeitern weiterhin viel Spaß und dem Kulturkreis ganz viele erfolgreiche Jahre.

Künstlerischer Leiter Musikbühne Mannheim
Die Musikbühne Mannheim gratuliert herzlich zum Jubiläum des Uelzener Kulturkreises. Wir durften bei Ihnen mit zehn unserer Kinderstücke gastieren. 1996 zum ersten Mal mit „Papageno spielt auf der Zauberflöte“ und zuletzt 2024 mit „Die kleine Meerjungfrau“. Wir waren immer sehr gern in Uelzen, wurden liebevoll betreut und fanden ein begeistertes Publikum. So soll es sein. Die Chemie stimmt zwischen uns. Das ist wichtig für gutes Theater. Wir wünschen dem Kulturkreis viel Erfolg, eine glückliche Hand bei der Programmgestaltung und Anerkennung für seine wichtige Arbeit. Wir freuen uns schon auf unser nächstes Gastspiel.
Foto Musikbühne Mannheim © Sandra Püttmann

Erster Stadtrat und Kämmerer Hansestadt Uelzen
Kultur ist für mich unverzichtbar, weil sie Menschen zusammenbringt. Kultur inspiriert, schafft neue Perspektiven, lässt uns nachdenken, staunen und lachen. Manchmal sorgt sie auch einfach nur für einen richtig guten Abend. So bringt sie Menschen zusammen und macht eine Stadt lebendig und lebenswert. Dass dieses in Uelzen gelingt, dafür sorgt der Kulturkreis seit inzwischen 80 Jahren. Dabei lebt der Kulturkreis vom ehrenamtlichen Engagement vieler Menschen, die ihre Zeit, ihre Ideen und ihre Persönlichkeit einbringen. Dafür meinen herzlichen Dank! Für die nächsten 80 Jahre wünsche ich dem Kulturkreis Mut, Neugier, Humor und vor allem auch künftig genügend Menschen, die sich mit Herzblut einbringen. Alles Gute für die nächsten Jahrzehnte Kulturkreis Uelzen!

2. Vorsitzender Kulturkreis
Wie das Jubiläum des Kulturkreis Uelzen e.V. eindrucksvoll zeigt, ist Kultur Teil der Daseinsvorsorge, der langfristige, generationenübergreifende Beteiligungs- und Netzwerkstrukturen zu schaffen vermag. Diese Strukturen auch künftig zu erhalten, dient einerseits der örtlichen Teilhabe an Kultur, andererseits natürlich aber auch der Bewahrung unseres kulturellen Erbes sowie der Entfaltung innovativer künstlerischer Aktivitäten. Daraus ergibt sich die Gemeinnützigkeit des Vereins. Die konkrete Zielerreichung wird – wie in den vergangenen Jahrzehnten – zweifellos weiterhin Gegenstand zahlreicher lebhafter Diskussionen sein.

Technik-Team Theater an der Ilmenau
80 Jahre Kulturkreis Uelzen: Wir freuen uns ein Teil dieser Geschichte zu sein.

Mitarbeiterin Kulturkreis
Es war im Juli 2014, als meine Freundin Anke Steffen, seinerzeit Leiterin der Touristinfo Uelzen, mir erklärte, es gäbe da in Uelzen einen Kulturverein, der dringend jemanden als längerfristige Krankenvertretung braucht, die flexibel ist, ‚alles‘ kann und sich selbstständig schnell einarbeitet – sie meinte, ich wäre da die perfekte Lösung. So kam ich zum Kulturkreis und bin bis heute geblieben! Es ist die perfekte Aufgabe für mich – vielseitig, super abwechslungsreich, Kontakt und Kommunikation mit Mitgliedern, Theaterbesuchenden, Produktionen & KünstlerInnen und enge, sehr konstruktive Zusammenarbeit mit Birte Ebermann als Geschäftsführerin und dem Vorstand. Ich liebe sehr, was ich hier machen kann, um Veranstaltungen verschiedener Genres auf die Bühne zu bringen. Kultur berührt und nährt das Herz einer Gesellschaft. Das habe ich immer wieder selbst erlebt, wenn ich nach einem Abenddienst im Theater mit meinem Mann nach Hause fuhr und wir die gesamte Zeit über das gesehene Stück diskutiert haben. Ich bin ein Fan klassischer Inszenierungen und so hat mich z.B. die sehr moderne, konfrontative Inszenierung von „Antigone“ im November 2014 mit Soldaten und Gewehren auf der Bühne bis heute nachhaltig geschockt. Aber ist es nicht genau das? Nachhaltige Erinnerungen, Anregung zur Diskussion und mutig Stellung beziehen zu eigenen Positionen. Mich erfüllt meine Arbeit für den Kulturkreis sehr und ich stehe mit ganzem Herzen hinter unserem Wirken für die Kulturlandschaft in Uelzen. Danke, dass es diese Einrichtung gibt und dass ich diese seit 12 Jahren gemeinsam in einem tollen Team mit entwickeln darf!

Geschäftsführer INTHEGA (Fachverband der Gastspielbranche)
80 Jahre Kulturkreis Uelzen bedeuten acht Jahrzehnte Verantwortung für das Kulturangebot einer Stadt – ein beeindruckender Beweis für Engagement, Leidenschaft und Ausdauer. In Uelzen trägt der Kulturkreis eine besondere Verantwortung für die kommunale Kultur: Mit einem sorgfältig zusammengestellten Programm eröffnet er Zugänge zu unterschiedlichen Themen und Perspektiven, ermöglicht Begegnungen und schafft gemeinsame Erlebnisse im Theater. Damit stärkt er nebenbei auch ganz wesentlich den Zusammenhalt der Bürgerinnen und Bürger. Die INTHEGA setzt sich als Netzwerk für rund 400 Kommunen mit Gastspieltheatern ein. Sie kann dabei jedoch nur so stark sein wie ihre Mitglieder – der Kulturkreis Uelzen ist zweifellos ein starkes Mitglied. Anlässlich des Jubiläums danke ich stellvertretend den Kolleginnen und Kollegen für ihre engagierte Arbeit im Kulturkreis Uelzen und gratuliere sehr herzlich zu diesem Erfolg.

Barth Catering
Der Kulturkreis Uelzen ist für uns weit mehr als nur ein Veranstalter im Uelzener Theater. Uns verbindet die gemeinsame Leidenschaft, Menschen zusammenzubringen und besondere Erlebnisse zu schaffen. Mit seinem abwechslungsreichen Programm bringt der Kulturkreis Leben, Kultur und viele Gäste in unser Theater. Davon profitieren natürlich auch wir als gastronomischer Betrieb, denn Veranstaltungen bedeuten Besucherinnen und Besucher, die gerne vor der Vorstellung oder in der Pause bei uns einkehren. Was wir am Kulturkreis besonders schätzen, sind die Menschen dahinter. Viele engagierte Persönlichkeiten bringen ihre Ideen, ihre Zeit und ihr Herzblut ein, um das kulturelle Leben in Uelzen zu bereichern. Dieses Engagement verdient großen Respekt und macht die Zusammenarbeit für uns so wertvoll. Gemeinsam tragen wir dazu bei, dass das Theater ein lebendiger Ort der Begegnung und des Austauschs bleibt.
Foto Barth Catering © Oliver Huchthausen

Mitarbeiterin Kulturkreis
Als ich damals den Aufruf nach einer Veranstaltung sah, dass Hostessen im Theater gebraucht werden, konnte ich noch nicht ahnen, wie nah mir der Kulturkreis ans Herz wachsen würde. Damals kam ich als Studentin ins Team dazu. Die Veranstaltungen des Kulturkreises haben mich durch verschiedene Lebensetappen begleitet und ich wiederum alle Personen ins Theater hinein durch Ticketverkäufe und über viele Saisons hinweg. Ich hoffe die (Vor-) Freude auf und an den Veranstaltungen auch in den digitalen Raum übertragen zu können und freue mich auf viele weitere nette Begegnungen an der Abendkasse. Wer weiß – vielleicht begleitet mich der Kulturkreis auch bis ich 80 werde (oder sogar noch 80 Jahre?).

Stadtjugendpfleger Hansestadt Uelzen
Wenn ich mich recht erinnere, dann war ich in der Zeit von 2011 bis 2015 im Erweiterten Vorstand des Kulturkreises. Der Grund dafür war, dass ich als Stadtjugendpfleger ebenfalls an kulturellen Veranstaltungen für „meine“ Zielgruppe, den Kindern und Jugendlichen interessiert war und auch immer mal wieder Veranstaltungen anbot. 2011 organisierte der Stadtjugendring mit der Stadtjugendpflege das 2. Breakdance Battle im Theater an der Ilmenau und wir hatten mit diesem Konzept für Beachtung bei den Kulturschaffenden gesorgt, schafften wir es doch ein eher theaterfernes Publikum für Veranstaltungen im Theater zu begeistern. Im Erweiterten Vorstand konnten wir uns über unsere Erfahrungen austauschen und das Angebot auch etwas besser auf unsere gemeinsame Zielgruppe abstimmen. Das Breakdance Battle heißt heute übrigens Dance-Battle und findet weiterhin, und in den letzten Jahren immer ausverkauft, im Theater an der Ilmenau statt. Eine kleine Erfolgsgeschichte also.
Foto Christian Helms © Achterdeck

Klavierstimmer
IMMER DEN RICHTIGEN TON GETROFFEN
Seit mehr als zwei Jahrzehnten dürfen wir als Pianohaus Sato die musikalischen Momente des Kulturkreises Uelzen begleiten. Die Zusammenarbeit mit dem Kulturkreis war über all die Jahre hinweg stets von Vertrauen, hoher Wertschätzung und der gemeinsamen Leidenschaft für die Musik geprägt. Kultur lebt von Menschen, die Räume für Begegnung schaffen – und der Kulturkreis Uelzen erschafft diese Räume seit nunmehr 80 Jahren in unserer Region. Es ist uns eine große Freude, als Dienstleister und Partner ein kleiner Teil dieser langen Erfolgsgeschichte zu sein. Zum 80-jährigen Jubiläum gratulieren wir dem Kulturkreis Uelzen von Herzen und wünsche dem Verein, allen Engagierten und dem Publikum auch für die kommenden Jahrzehnte weiterhin inspirierende Kulturerlebnisse und einen stets guten Ton!

Mitglied Erweiterter Vorstand Kulturkreis
THEATER
o verzaubert uns in einer entzauberten Welt
o nimmt uns mit in andere Lebenswelten
o macht uns emphatischer
o fordert uns auf mitzugestalten, macht uns
o nachdenklich und hoffentlich mutiger
o lässt uns lachen und weinen
Im besten Fall macht uns Theater glücklicher!

ehemaliger Vorsitzender verschiedener Uelzener Kultureinrichtungen: Musikschule, Radio ZuSa, Schlosswochen Gesellschaft, Präsident der Werner-Bergengruen-Gesellschaft
Die Veranstaltungen des Kulturkreises Uelzen habe ich als musterhaft dafür erlebt, was der lateinische Dichter Horaz der Poesie zuschreibt: Sie wolle nützen oder erfreuen (prodesse aut delektare). Große Schauspielkunst, wie sie das deutsche Tournee-Theater bieten kann, famose Neujahrskonzerte, solistisches Können beim Kuhlau-Wettbewerb – das waren und sind gewiss Glanzpunkte. Aber es fehlt auch nicht, ob auf kleiner oder großer Theaterbühne, das klassische Drama, die moderne Komödie, das Kabarett und die musikantische Unterhaltung. Nicht zu vergessen der Einbezug der ganzen Gesellschaft bei Feiern und Festen, die kreative Eigenproduktion wie beim Hasenkrieg „Hundert Tage vor Hundertwasser“. Hier wurde und wird in schöner Regelmäßigkeit der klassische Kulturauftrag ernst genommen, musische Bildung und ästhetischen Genuss gleichermaßen zu vermitteln.

Company Manager White Horse Theatre
UND HINTER JEDEM GESICHT EINE GESCHICHTE
Manchmal beginnt Theater mit einer Krone, einer Versuchung oder einem verletzenden Wort. Ein Blick, ein Schritt ins Licht oder ein leises Flüstern hinter dem Vorhang genügt, und schon öffnet sich eine andere Welt. Könige stürzen, Freundschaften werden auf die Probe gestellt, Entscheidungen werden unumkehrbar und einzelne Sätze lebensverändernd. Seine größte Wirkung entfaltet Theater jedoch dort, wo es etwas im Zuschauer auslöst und das Gespräch darüber noch lange nach dem Schlussapplaus weitergeht. Seit 2015 gastieren wir, das White Horse Theatre, in Uelzen. Aus der Hansestadt Soest reisen wir in die Hansestadt Uelzen, verbunden durch hanseatische Geschichte und die Freude an lebendiger Kultur. Als englischsprachiges Tourneetheater bringen wir unsere Stücke in ihrer sprachlichen und emotionalen Vielfalt auf die Bühne. Alle Schauspielerinnen und Schauspieler sind englische Muttersprachler. So wird Englisch unmittelbar erlebbar: mit Witz und Rhythmus, Gefühl und Spannung sowie der besonderen Ausdruckskraft des Theaters. Auf der Bühne wird Sprache nicht nur gehört, sondern sichtbar. Sie erhält einen Körper, eine Stimme und einen Blick; sie kann verletzen, verführen, trösten oder Mut machen. In Verbindung mit Bewegung, Musik, Licht und Stille entsteht ein Raum, in dem Erzähltes unmittelbar erfahrbar wird. Wir freuen uns jedes Mal auf die Zusammenarbeit mit dem Kulturkreis und auf Menschen, die unseren Inszenierungen mit Neugier, Offenheit und eigenen Fragen begegnen. Über die Jahre ist daraus eine Verbindung gewachsen, die uns viel bedeutet. Besonders in Erinnerung geblieben sind uns die Aufführungen von „Sticks and Stones“ in eurem Theater. Das Stück zeigt jungen Menschen, wie Ausgrenzung entsteht, wie schnell aus einem scheinbar harmlosen Spruch eine Verletzung werden kann und wie tief Worte nachwirken. Zugleich fragt es, welchen Mut es braucht, füreinander einzustehen, Verantwortung zu übernehmen und die eigene Stimme zu erheben, wenn andere zum Schweigen gebracht werden. In Uelzen entstand daraus ein intensiver Austausch. Die Jugendlichen fragten, diskutierten, widersprachen und bezogen Stellung. Sie lachten, wurden still, wenn es ernst wurde, und brachten ihre eigenen Gedanken ein. Genau darin zeigt sich die Bedeutung des Theaters: Plötzlich berühren die Konflikte, Ängste und Entscheidungen der Figuren Fragen, die auch außerhalb des Theaters gestellt werden müssen. Lieber Kulturkreis Uelzen, danke für die vertrauensvolle Zusammenarbeit und dafür, dass Sie jungen Menschen solche Erfahrungen ermöglichen. Danke für offene Türen, neugierige Zuschauerinnen und Zuschauer und für die Bereitschaft, Theater als Ort des Austauschs und Nachdenkens zu verstehen. Zum 80. Jubiläum gratulieren wir von Herzen! Wir freuen uns auf weitere Aufführungen mit Ihnen, auf neue Fragen und auf die vielen Gesichter im Zuschauerraum, die jeden Tag einzigartig machen. Denn hinter jedem Gesicht wartet eine eigene Geschichte und manchmal beginnt sie genau dort, wo der Vorhang aufgeht.

Mitglied Erweiterter Vorstand Kulturkreis, 1. Vorsitzende Kunstverein Uelzen e.V.
Im Namen unseres Kunstvereins gratuliere ich dem Kulturkreis zu seinem 80. Geburtstag, verbunden mit einem herzlichen Dank für die vielen schönen Theatererlebnisse, die allen Besucher/innen aufgrund unermüdlichen Engagements Jahr für Jahr beschert werden. Dank auch für die Verbundenheit beider Einrichtungen im Theatergebäude. Die Ausstellungen des Kunstvereins in der Theatergalerie profitieren von der erfolgreichen, publikumswirksamen Arbeit des Kulturkreises. Eine bessere Win-Win-Situation kann es nicht geben. In diesem Sinne möchten wir gerne weiterhin Hand in Hand das kulturelle Leben gestalten und wünschen dem Kulturkreis für die Zukunft viel Erfolg und alles Gute.

Geschäftsführer Jabelmann Veranstaltungshalle
Seit 1990 veranstalte ich selbst Konzerte in Uelzen und mich begleitete die ganzen Jahre die Arbeit des Kulturkreises Uelzen e.V. Mit sehr viel Bewunderung verfolge ich das Engagement der Mitglieder des Vereins. Wir waren nie Konkurrenten, sondern jeder auf seine Weise Veranstalter unterschiedlicher Künste. Kultur ist Lebensqualität und diese liegt uns beiden hier in der Region am Herzen. Viel Glück und ein gutes Händchen für die nächsten Jahre.

Geschäftsführer Kreisvolkshochschule Uelzen Lüchow-Dannenberg
Manchmal bleibt nach einem Konzert eine Melodie im Ohr; nach einem Theaterabend eine Szene, über die man noch auf dem Heimweg spricht. Dass der Kulturkreis solche gemeinsamen Erlebnisse in Uelzen möglich macht, ist auch den vielen Ehrenamtlichen zu verdanken. Zum 80. Jubiläum gratuliere ich dem Kulturkreis herzlich und danke allen Ehrenamtlichen für ihren Einsatz. In der kulturellen Bildung der KVHS werden Menschen selbst aktiv: Sie probieren etwas aus, lernen Techniken und setzen eigene Ideen um. Beim Kulturkreis erleben sie Theater, Musik und andere Veranstaltungen gemeinsam als Publikum. Für mich gehören beide Seiten zusammen: selbst etwas gestalten und Kultur gemeinsam erleben. Für die kommenden Jahre wünsche ich dem Kulturkreis, dass sich weiterhin viele Menschen von seinem Programm angesprochen und willkommen fühlen – ob sie regelmäßig kommen oder zum ersten Mal – und dass sich auch künftig Menschen für seine Arbeit begeistern und ehrenamtlich engagieren.

Redakteur Radio ZuSa, Krimiautor, Leiter Theaterensemble Uhl Stars
DER KULTURKREIS UND ICH
Der Kulturkreis ist nicht nur ein wichtiger Bestandteil der Kulturszene in Uelzen, er IST die Kulturszene. Jedes Jahr bringt er mit seinem abwechslungsreichen Programm Musik, Theater und Kleinkunst auf die Bühnen. Dabei haben die Mitglieder stets im Blick, einen Großteil der Bürgerinnen und Bürger zu begeistern. Als Journalist verfolge ich seit 2003 die Arbeit des Kulturkreises, verfolge den Wandel und die Konstanten. Und die Gratwanderung zwischen beidem. Als Künstler schätze ich die Zusammenarbeit auf Augenhöhe, das Miteinander, bei dem immer das gemeinsame Ziel vor Augen steht: Uelzen bestmöglich zu unterhalten. Gerade für eine Stadt wie Uelzen, die aufgrund ihrer Größe und der Lage zwischen Hamburg und Hannover auch mal übersehen wird, ist es wichtig, Menschen zu haben, die sich kulturell engagieren und zeigen: Es muss nicht immer die Großstadt sein, die ein tolles Programm auf die Beine stellt. In diesem Sinne: Danke, lieber Kulturkreis – hör bitte niemals auf. Uelzen braucht dich.

Bürgermeister Hansestadt Uelzen
Ohne Kultur wäre jede Stadt um vieles ärmer. Sie gibt ihr Farbe, schafft Begegnungen und macht sie lebenswert. In Uelzen ist das besonders spürbar. Dazu trägt der Kulturkreis seit vielen Jahrzehnten entscheidend bei. Besonders in Erinnerung geblieben sind mir die Abschlusskonzerte des Kuhlau-Wettbewerbs, den Kulturkreis und Hansestadt seit 1970 zusammen organisieren und umsetzen. Zu erleben, wie junge Musizierende, im wahrsten Sinne aus aller Welt, nach Uelzen kommen und hier mit großer Leidenschaft gemeinsam Musik machen, berührt mich immer wieder. Solche Momente zeigen, was Kultur vermag: Sie verbindet Menschen über Grenzen hinweg. Mein herzlicher Dank gilt allen, die sich im Kulturkreis engagieren, Veranstaltungen ermöglichen und das kulturelle Leben unserer Stadt mitgestalten. Dem Kulturkreis wünsche ich für die kommenden Jahrzehnte weiterhin viel Erfolg, viele großartige Aufführungen und vor allem Menschen, die sich mit Begeisterung für Kultur in Uelzen einsetzen.
Foto Jürgen Markwardt © Achterdeck

Besucherin Theater
EIN UNVERGESSLICHER ABEND Musik, die unter die Haut geht (Wohl) Jedes Theater erlebt so seine Sternstunden, Auftritte, die unvergesslich sind. „Hey, kleiner Fratz auf dem Kinderrad, gekonnt hältst du die Balance.“ Irgendwann in den 80ern, Hermann van Veen ist im Theater an der Ilmenau. Seine Lieder, seine Texte, seine unvergleichliche Stimme – das Publikum und damit auch ich, wir alle sind begeistert. Musik, die unter die Haut geht. Das Theater ist ausverkauft, die Atmosphäre fantastisch. Nach gut zwei Stunden und einigen Zugaben ist Schluss. Nein, nicht wirklich. Hermann van Veen hat alles gegeben, aber er verspricht, noch einmal zurückzukommen. Ich bleibe wie rund 50 andere Konzertbesucher da. Gespannt erwarten wir, ob der Holländer noch einmal die Bühne betritt. Und da ist er. Wir scharen uns um ihn und es fühlt sich fast an wie ein kleines Privatkonzert, das er für uns gibt. Das letzte Lied ist gesungen, da lädt Hermann van Veen uns in seine Garderobe ein. Kurze Gespräche, wer möchte, kann ein Foto mit ihm machen. Es ist fast Mitternacht, da geht es wieder nach Hause. Danke für diesen unvergesslichen Abend, Hermann van Veen.

Mitglied Kulturkreis
Wohnte man in den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts auf dem Dorfe und wollte man an Kultur gelangen, brauchte es eine ganze Menge. Gut, man konnte in Nettelkamp im Kirchenchor singen, was ich auch gerne gemacht habe. In der AZ stand eine Ankündigung der Salzwedeler Symphoniker, dass sie im großen Saal des Hotels Stadt Hamburg u.a. „Die Moldau“ von Smetana spielen würden. Ich glaube heute, dass dies ein Konzert vom Kulturkreis gewesen ist. Es muss im Jahre 1956 oder 1957 gewesen sein. Ich war zum ersten Mal in einem Konzert und hatte mein Konfirmationskleid an. Mein Vater hatte mich in seinem neuen Lloyd Alexander hingefahren und auch wieder abgeholt. Dieses Konzert hat bei mir einen so großen Eindruck hinterlassen, dass ich es bis heute nicht vergessen habe. Ab 1964 war ich in Großburgwedel und hatte Hannover vor der Tür, so dass ich immer wieder zu Pro Musica-Konzerten gegangen bin und mehr als 30 Jahre ein Abonnement hatte. Jetzt genieße ich die Konzerte, die der Kulturkreis im Programm hat. Ich möchte mich herzlich beim Kulturkreis bedanken, dass mein behinderter Sohn Wolfgang immer eine Freikarte bekommt. Wir nehmen ihn nach Möglichkeit zu jedem Konzert mit. Im Rahmen dieser Konzerte hatte ich auch eine nette Begebenheit. Ich traf den Dirigenten Thomas Dorsch, der sich im Alter von 16 Jahren mit meiner Tochter Eva Sperl, geb. Schulze, ebenfalls 16 Jahre, in der Musikschule Hannover an die neue Musik herangewagt hat. An einer langen Wäscheleine mit Topfdeckeln und anderen Gegenständen, auf die man draufschlagen konnte, versuchte sich Thomas Dorsch als Perkussionist und Eva sprang an den Flügel und zupfte an den Saiten, was ein neues Klangerlebnis ergab. Eva ist heute Pianistin und an der Musikhochschule Franz Liszt in Weimar beschäftigt. Ich war nur Zuschauerin und amüsierte mich köstlich.

Mitglied Kulturkreis, Uhlenköper-Camp Uelzen
FAMILIE KÖRDING UND DER KULTURKREIS
Seitdem wir 2003 nach Uelzen gezogen sind, sind wir dem Kulturkreis stets sehr verbunden. Schon früh sind wir ins Theater und in symphonische Konzerte gegangen. Ganz bald hatten wir mit der Familie auch ein Abo für den Symphonischen Ring und unsere beiden Kinder waren, neben einer anderen Familie, oft die einzigen Kinder im Publikum. Natürlich sind sie auch mal während der schönen Musik eingenickt und haben in Mamas und Papas Arm gelegen. Irgendwann konnten wir auch andere aus der großen Uhlenköper-Camp Familie begeistern und sie sind mit uns mitgegangen. Neben den Ring-Aufführungen haben wir uns auch die großen Spektakel nicht entgehen lassen: Simon&Garfunkel, Queen, Abba, Schwanensee ... . So sehr haben wir das alles während der Coronazeit vermisst. Umso glücklicher waren wir, als der Kulturkreis das Abo-Plus eingeführt hat. Von Anfang an haben wir das sowohl für den Theater-Ring, als auch für den Symphonischen Ring genutzt. Wie herrlich, dass man jetzt immer jemanden unter 25 Jahren mitnehmen kann, denn davon haben wir einige: Schüler*innen, Studierende, Auszubildende ... die Karten werden wir eigentlich fast immer los und so kommt jemand mal ins Theater, der vorher noch gar keine Berührung damit hatte. Ich kann eigentlich überhaupt gar nicht verstehen, warum nicht absolut jede/r von diesem Angebot Gebrauch macht. Falls es mal nicht klappt, ist es ja auch nicht schlimm. Wir können nur dazu aufrufen, nehmt Eure Mitarbeitenden, Eure Enkelkinder, Eure Patenkinder oder einfach die Kinder Eurer Freunde mit ... sie werden Euch dankbar sein. Und wenn es für sie zu langweilig war, dann ist das eben so. Auch das ist eine Erfahrung. Strenge Empfehlung: Limo und Knabberkram für die Pausen unbedingt vorbestellen, dann macht die Pause so richtig Spaß (ohne Anstellen). So langsam wachsen bei uns die Studierenden raus, die Auszubildenden werden älter und die Verteilung der Karten wird herausfordernder. Wir nehmen daher gerne noch jemanden mit. Interesse?

Leiter Kammerchor Uelzen, Kreis-Chorleiter
VIELFÄLTIGE ZUSAMMENARBEIT
Meine Beziehungen zum Kulturkreis Uelzen gehen weit in die Vergangenheit zurück, als ich noch nicht in Uelzen ansässig war. Durch meine damalige Freundin und spätere Ehefrau, die ich beim Studium an der Musikhochschule in Hannover kennengelernt hatte, gab es bereits 1975 einen Kontakt nach Uelzen, der sich bald über das Private hinaus vor allem auch auf die musikalischen Möglichkeiten hin ausdehnte. Zunächst war es die Mitwirkung bei besonderen Projekten der St.-Marien- Kantorei mit Eginhard Köhler, z.B. beim Einspielen einer Schallplatte, als Solist bei Kantaten und Konzertreisen nach Rouen und Paris. Unvergessen das Singen des Solos im Psalm 22 in der Vertonung von Mendelssohn und der Bach-Motette „Der Geist hilft unsrer Schwachheit auf“ in der Madeleine in Paris mit 8 Sekunden Nachhall. Als ich dann Jahre später im Vorfeld einer Konzertreise mit dem Chor des Ganztagsgymnasium Barsinghausen nach Polen im März 1986 eine Auftrittsmöglichkeit als „Generalprobe“ suchte, nahm ich den alten Kontakt wieder auf, und tatsächlich wurde es ein großes vom Kulturkreis veranstaltetes offizielles Konzert. Dass unser Programm sich durchaus hören ließ, sei durch die Kritik von Hugo Heusmann belegt. Mein zweiter intensiver Kontakt mit dem Kulturkreis ergab sich durch Karl Jongeling, dem ich nach meinem Wechsel nach Uelzen im HEG begegnete und der nicht nur meine musikalischen Aktivitäten unterstützte, sondern auch anregte mich im Beirat des Kulturkreises zu engagieren. Für eine Präsentation der Spielstätten des Kulturkreises auf Video nutzte er eine Einspielung unseres Musicals „Die Kinder von Girouan – Frieden auf dieser Welt“, um das Theater an der Ilmenau zu präsentieren. Ich bin immer wieder dankbar, die Instrumente des Kulturkreises im Theater und im Ratssaal in unterschiedlicher Funktion und zu den diversen Anlässen, sei es für Auftritte des Kreischorverbandes, des Kammerchors oder der „Spalterhälse“ nutzen zu dürfen und sehe das als Zeichen einer vertrauensvollen Zusammenarbeit an.

Schriftführerin und Spartenleiterin Konzert-RING Kulturkreis, Organisatorin Internationale Sommerakademie der Lüneburger Heide, Kulturpreis Landkreis Uelzen, Ehrennadel Hansestadt Uelzen
„ES GIBT NICHTS GUTES, AUSSER: MAN TUT ES.“
Dieses Zitat von Erich Kästner war Zeit meines Lebens die Motivation für mein ehrenamtliches Engagement in verschiedenen Bereichen. So auch vor weit über 20 Jahren, als im Kulturkreis Uelzen ein neues Gesicht für die Schriftführung, das gleichzeitig für die Organisation der Sparte „Symphonischer Ring“ zuständig sein sollte, gesucht wurde. Musik – das war schon immer mein großes Interesse, und so hat es mir über all die Jahre viel Freude bereitet, durch diese Arbeit interessante Künstler, nette Besucher der Veranstaltungen und zahlreiche Menschen „hinter den Kulissen“ zu erleben. Dem Kulturkreis wünsche ich, dass sich weiterhin interessierte Menschen finden, die die in 80 Jahren aufgebaute Arbeit weiterführen und genügend Menschen, die diese Arbeit zu schätzen wissen.

Stadt- und Touristinformation Uelzen
Wenn es um den Kulturkreis Uelzen geht, könnte man sagen: Wir kennen uns schon ziemlich gut. Seit es die Stadt- und Touristinformation gibt, gehört der Vorverkauf der Kulturkreis Veranstaltungen zu unserem täglichen Geschäft. Eintrittskarten verkaufen, Gutscheine ausstellen, Abonnements begleiten, Mitgliedschaften abschließen und vieles mehr. Über die Jahre ist dabei eine enge Verbindung entstanden, die weit über eine klassische Partnerschaft hinausgeht. Und vermutlich gibt es kaum ein Kulturkreis- Mitglied, das noch nicht mit jemandem aus der Touristinfo zu tun hatte. Oder mit jemandem aus dem Verkehrsbüro, wie wir immer noch genannt werden. Schließlich führt der Weg zu vielen schönen Kulturabenden in Uelzen zunächst einmal durch unsere Tür. So haben wir im Laufe der Jahre unzählige bekannte Gesichter begrüßt, Karten ausgehändigt, Fragen beantwortet und Vorfreude geteilt, wenn eine besonders begehrte Veranstaltung in den Vorverkauf ging. Viele aus unserem Team sind zudem selbst Mitglied im Kulturkreis. Die Verbundenheit ist also nicht nur beruflicher, sondern auch persönlicher Natur. Dabei haben wir auch den Wandel im Vorverkauf hautnah miterlebt. Früher wurden die Eintrittskarten noch als klassische Hartkarten verkauft, von uns teilweise selbst beschriftet und bei der Ausgabe von Hand abgestrichen. Heute werden die Karten bequem am Computer gedruckt, und auch sonst hat sich im Laufe der Jahre einiges verändert. Geblieben ist aber das Wichtigste: der persönliche Kontakt zu den Menschen. Unvergessen ist beispielsweise der Vorverkauf für Otto Waalkes. Damals war der Andrang so groß, dass sich eine lange Schlange vor der Touristinformation bildete. Das Vorverkaufssystem war noch ein anderes: Regulär startete der Kartenverkauf immer drei Wochen vor der Veranstaltung, Kulturkreis- Mitglieder durften dank ihres Vorkaufsrechts bereits drei Tage früher Karten erwerben. Entsprechend groß war der Andrang bei besonders beliebten Veranstaltungen. Und auch die eine oder andere persönliche Theatergeschichte gehört zu 80 Jahren Kulturkreis dazu. Eine Kollegin aus der Touristinfo erinnert sich beispielsweise noch sehr genau an ihren ersten Theaterbesuch: „Woyzeck“, ein Ein-Personen- Stück. Das Urteil fiel damals ziemlich eindeutig aus: „Nie wieder Theater!“ Zum Glück blieb es nicht dabei. Heute gehört der Theaterbesuch für sie ganz selbstverständlich dazu und die Begeisterung für das vielfältige Programm des Kulturkreises ist längst größer als die anfängliche Skepsis. Überhaupt ist Kultur für uns ein wichtiger Bestandteil einer lebendigen Stadt. Sie schafft Begegnungen, bringt Menschen zusammen und sorgt dafür, dass Uelzen immer wieder aufs Neue überrascht, begeistert und manchmal auch zum Nachdenken anregt. Zum 80. Geburtstag wünschen wir dem Kulturkreis deshalb vor allem: Bitte genauso weitermachen! Das abwechslungsreiche Programm, die vielen Veranstaltungen und die unterschiedlichen Künstlerinnen und Künstler bereichern Uelzen und machen das kulturelle Leben unserer Stadt besonders. Auf die nächsten 80 Jahre Kulturkreis Uelzen!

NEUES GLOBE THEATER aus Potsdam
ALL UELZEN’S A STAGE!
„Die ganze Welt ist Bühne“, wusste schon Shakespeare. Als Tourneetheater können wir das nur bestätigen. Wir sind viel unterwegs – in großen Städten und kleinen, in prachtvollen Theatern, Stadthallen, Kulturhäusern, Schlössern und manchmal an Orten, von denen wir vor unserem ersten Gastspiel kaum mehr kannten als den Namen auf dem Tourneeplan. Dabei haben wir eines gelernt: Die Größe einer Stadt sagt erstaunlich wenig darüber aus, wie groß ein Theaterabend werden kann. Und gerade an Orten wie Uelzen begegnen wir einem neugierigen, aufmerksamen und theaterbegeisterten Publikum – und einem Kulturkreis, der seit inzwischen 80 Jahren dafür sorgt, dass gutes Theater keine Frage der Postleitzahl ist. Uelzen gehört für uns inzwischen zu den Orten, an die wir nicht einfach fahren, sondern zurückkehren: 2022 mit „Figaro“, 2024 mit „Mephisto“, 2025 – am Welttag des Theaters – mit „Die Streiche des Scapin“ und im Jubiläumsjahr 2026 mit „Draußen vor der Tür“. Für ein freies Tourneetheater wie das Neue Globe Theater ist genau das ein großes Glück: Man reist an, lädt einen LKW aus, baut eine ganze Welt auf, spielt, baut sie wieder ab – und merkt irgendwann, dass man gar nicht mehr das Gefühl hat, irgendwo „zu Gast“ zu sein. Sondern wiederzukommen. Vielleicht ist das überhaupt eines der schönsten Dinge am Theater: Das Herz der Theaterwelt schlägt nicht nur in den Metropolen. An manchen Abenden schlägt es ziemlich kräftig in Uelzen. Dem Kulturkreis wünschen wir für die nächsten 80 Jahre volle Häuser, neugierige Zuschauerinnen und Zuschauer, ein glückliches Händchen bei der Programmauswahl – und weiterhin die Leidenschaft und Hartnäckigkeit, mit der hier seit acht Jahrzehnten Kultur möglich gemacht wird. Und ganz eigennützig wünschen wir uns: dass wir noch oft wiederkommen dürfen. Herzlichen Glückwunsch zu 80 Jahren Kulturkreis Uelzen!

Mitglied Kulturkreis
Als ich 1991 meinen langjährigen Wohnort Hannover gegen das deutlich kleinere Uelzen tauschte, hätte ich nie damit gerechnet, ein so buntes kulturelles Angebot vorzufinden. Eine echte Überraschung! Schwierig war es allerdings, die jeweils Verantwortlichen dahinter auszumachen. Beim Kino war es klar – Frau Böhm WAR praktisch das Kino. Und Reinhard Schamuhn WAR Das Neue Schauspielhaus. Aber was hatte es bloß mit dem Theater auf sich? Es gehörte wohl der Stadt, aber es waberte auch immer wieder der Name „Kulturkreis“ durch das Gemäuer. Es dauerte einige Jahre, bis ich die Unterschiede, Gemeinsamkeiten und Verbindungen rund um das Theater und den Kulturkreis endlich kapiert hatte. Vermutlich war und bin ich hier sicherlich nicht die Einzige. Ist aber alles nicht so schlimm, denn auch hier ist entscheidend, was hinten rauskommt. Und hinten raus kommt in diesem Fall die unglaubliche Programmvielfalt des Kulturkreises. In der Jubiläums-Saison 2026/27 wird zum Beispiel von dem ergreifenden Stück „Draußen vor der Tür“ über K-Pop für junge und ganz junge Leute bis zum kultigen Arnd Zeigler für alle Fußball- und Nicht-Fußball- Fans ein Spektrum abgedeckt, um das uns viele Städte unserer Größenordnung beneiden dürften. Großartig und ein echter Gewinn sowohl für alle Zuschauerinnen und Zuschauer einerseits und die Hansestadt Uelzen als Standortfaktor andererseits. Herzlichen Glückwunsch zum 80. Geburtstag und gerne weiter so, lieber Kulturkreis!

2. Vorsitzender Verein zur Förderung der Kunst im Kreativen Speicher e.V., Neues Schauspielhaus Uelzen
Unsere Verbindungen zum Kulturkreis sind das gemeinsame Interesse und der gemeinsame Auftrag, Kultur in all ihren Facetten einem breiten Publikum zugänglich zu machen. Uns als Neues Schauspielhaus ist es sehr wichtig, dass wir uns nicht in Konkurrenz zum Kulturkreis sehen. Wir sehen uns als Ergänzung. So konzentrieren wir uns auf Formate, die für unser schönes Theater zu klein wären. Wir geben sehr gerne jungen Künstlern oder neuen Formaten die Möglichkeit, sich auf einer Bühne vor Publikum zu präsentieren. Hier jetzt eine ganz persönliche Geschichte von mir. Meine Mutter hat viele Jahre für den Kulturkreis gearbeitet. Dadurch habe ich viele Anekdoten und auch ein paar „Interna“ mitbekommen. Viele nette Geschichten mit „Theater-Müller“ und den Künstlern. Eine Geschichte ist mir dabei noch besonders in Erinnerung: Meine Mutter hatte mir wieder Karten für Otto besorgt (natürlich erste Reihe – ein Privileg meiner Mutter, da sie die Karten damals noch beschriftet und gestempelt hat). Ich bin mit meiner Freundin in die Vorstellung von Otto gegangen. Wir waren damals 14 Jahre alt. Nach der Vorstellung verteilte Otto Autogramme und ich kämpfte vorne mit, um eins für meine Freundin zu ergattern. Das war ziemlich schwierig. Mit 14 ist man noch ein bisschen kleiner und nicht so kräftig. Plötzlich schaute Otto vom Schreiben hoch, sah meine Freundin an und malte in Windeseile ein kleines Bild mit „Ottifanten“ und übergab es direkt an meine Freundin. Dann schaute er mich an und sagte: „Reicht, wenn deine Freundin eins hat, oder?“ Dabei drückte er mir noch eine Autogrammkarte in die Hand. Ein unvergesslicher Abend für mich, auch wenn das jetzt schon 48 Jahre her ist. An meinen ersten Theaterbesuch kann ich mich leider nicht erinnern. Es waren so viele: klassische Konzerte, Operette, Comedy, Konzerte, Musicals. Die Kulturbegeisterung meiner Eltern war der Antrieb, mich zu engagieren. Das gilt für viele Menschen in unserem Vorstand. Kultur ist unverzichtbar für eine demokratische Gesellschaft. Die Kultur führt zusammen. Sie bedeutet Kommunikation, Austausch und Freiheit. Sie bedeutet Akzeptanz und Freude an den vielen Möglichkeiten, Gesellschaft zu genießen. Das ist auch unser Motto im Neuen Schauspielhaus. Wir wünschen dem Kulturkreis weiterhin ganz viel Erfolg, ein glückliches „Händchen“ bei der Programmgestaltung und genauso viel Spaß bei und an der Sache, wie wir es im Neuen Schauspielhaus haben!

Mitglied Erweiterter Vorstand Kulturkreis, Kulturbeauftragte Stadt Uelzen (2000-2010), Geschäftsführerin Kulturkreis (2003-2010), ehemalige Leiterin Museum Uelzen, Intendantin Holdenstedter Schlosswochen, 1. Vorsitzende Kulturkreis (2011-2025), Organisatorin Wein-Geister-Lesungen, Ehrennadel Hansestadt Uelzen.
Herzlichen Glückwunsch zum 80. Geburtstag, lieber Kulturkreis, verbunden mit den besten Wünschen für mindestens weitere 80 Jahre! Es gibt wohl keinen Uelzener oder keine Uelzerin mehr, die ohne diese Institution aufgewachsen ist. Der Kulturkreis gehört zur Stadt wie das Rathaus oder die St.-Marien-Kirche. Mir war es vergönnt, ein Vierteljahrhundert für „das Kulturamt der Stadt“ – denn das ist der Kulturkreis mehr oder weniger – zu arbeiten, erst als Angestellte, dann ehrenamtlich, und ich habe in dieser Zeit so manche Höhen und Tiefen dieses Vereins miterlebt. Experimente („Was können wir unserem Publikum bieten?“) wurden manchmal begeistert aufgenommen, manchmal weniger (z.B. als wir versuchten, das Musiktheater als Sparte einzuführen). Egal wie, der Kulturkreis hat ein treues Publikum, weil er jeder und jedem etwas zu bieten hat, weil er den Kulturbegriff weit fasst und damit für alle etwas dabei ist. Um es mit Goethe zu sagen: “Wer vieles bringt, wird manchem etwas bringen.“ Wie gut, dass der Rat vor einigen Jahren entschieden hat, Geld in die Kultur zu investieren, so hat der Kulturkreis mit dem renovierten Theater eine Heimat, die sich sehen lassen kann. Das war eine gute Entscheidung, denn dort, wo die Kultur zu Hause ist, da möchten auch die Menschen leben.

Göttlicher Entertainment
Manche Verbindungen überdauern Produktionen, Tourneen und sogar berufliche Stationen. Meine zum Kulturkreis Uelzen gehört definitiv dazu. Mein erster Abend mit dem Kulturkreis ist mir bis heute besonders in Erinnerung geblieben. Am 7. Januar 2011 führte mich die Produktion „Magic of the Dance“ nicht nur zum ersten Mal nach Uelzen, sondern gleich in ein ausverkauftes Haus. Ein begeistertes Publikum und diese ganz besondere Energie, die entsteht, wenn auf und vor der Bühne einfach alles zusammenpasst: Solche Abende vergisst man nicht. Schöner hätte diese langjährige Verbindung kaum beginnen können. Seitdem haben zahlreiche Veranstaltungen, Künstlerinnen und Künstler und vor allem Begegnungen sie weiter wachsen lassen. Im Tourneegeschäft ist vieles ständig in Bewegung. Umso wertvoller sind für mich die Orte und Menschen, die einen über viele Jahre begleiten. Der Kulturkreis Uelzen ist so ein Ort: verlässlich, persönlich und mit einer spürbaren Leidenschaft dafür, Kultur möglich zu machen. Deshalb wünsche ich dem Kulturkreis, dass er sich auch in den kommenden Jahrzehnten genau das bewahrt: die Freude an besonderen Abenden, die Neugier auf Neues, den persönlichen Umgang miteinander und natürlich möglichst oft ein volles Haus.

Ratsweinhandlung Uelzen
Kultur und Wein haben einiges gemeinsam: Beide bereichern das Leben, bringen Menschen zusammen und bleiben manchmal noch lange in Erinnerung. Seit vielen Jahren dürfen wir den Kulturkreis Uelzen begleiten. Eine Zusammenarbeit, die von Vertrauen, Wertschätzung und vielen schönen Begegnungen geprägt ist. Denn was wäre ein gelungener Kulturabend ohne gute Gespräche und vielleicht ein Glas Wein danach? 80 Jahre Kulturkreis – das ist ein wunderbarer Grund, das Glas zu erheben! Auf viele weitere Jahre voller Kultur, Leidenschaft und Begegnungen. Herzlichen Glückwunsch und zum Wohl!

HERKULESKEULE Dresden
Nicht „Die Herkuleskeule“ kam nach Uelzen, sondern Uelzen kam zu uns nach Dresden. In den 90er Jahren organisierte das Reisebüro Martin Bodenstedt Städtereisen nach Dresden und war dabei ständiger Gast in unserem Dresdner Theater. So kamen wir ins Gespräch und er lud uns zu einem von ihm organisierten Gastspiel ins Theater an der Ilmenau ein. Dass daraus eine jahrzehntelange Zusammenarbeit werden würde, ahnte damals keiner. So machten wir uns am 08.03.2002 erstmals auf den Weg. Als wir auf der B4 nach Uelzen rollten, staunten wir nicht schlecht, dass auf vielen Waldwegen Wohnmobile standen, z.T. mit einem beleuchteten Herz im Fenster. Unsere Vermutung war: Das sind Wohnungslose, die auch in der kühleren Jahreszeit ein Plätzchen für sich suchten. Am Veranstaltungsort wurden wir dann aufgeklärt: Es waren „Liebesnester gegen Bezahlung“. So etwas kannten wir bis dahin nicht, also wieder etwas dazugelernt. 2015 wechselte Martin Bodenstedt in den Ruhestand. Und hier war es der Kulturkreis, der uns 2016 erstmals nach Uelzen holte. Seitdem gibt es diese Tradition nun bereits weitere 10 Jahre. Wir können rückblickend nur bestätigen: Wir haben uns in Uelzen immer wohl gefühlt und haben stets ein begeistertes Publikum gefunden. Ein Erlebnis in Uelzen hat uns bis heute geprägt. Im Theater an der Ilmenau gab es den Bühnenmeister Fritz-Eckhard Müller, dessen Arbeits- und Aufenthaltsraum mehr an eine plüschige Operetten-Ausstattung als an einen Technikraum erinnerte. Fritz-Eckhard war ein Original, ein Unikum, wie man es heute nur noch selten an Theatern und Veranstaltungshäusern findet. Bei einem unserer Gastspiele richtete unser Pianist, der auch ausgebildeter Tonmeister ist, unsere Mikrofone ein. Dabei gab es über längere Zeit ein unangenehmes Pfeifen. Fritz-Eckhard verfolgte alles vom Zuschauerraum aus, rührte aber keinen Finger, um unserem Pianisten zu helfen. Nach geraumer Zeit stand er auf und rief Richtung Bühne: „Wenn du Ahnung hast, findest du den Fehler!“ und ging. Dieser Spruch ist bis heute bei unserer Technik ein geflügeltes Wort. „Wenn du Ahnung hast, findest du den Fehler“ Wir drücken dem Kulturkreis für die nächsten 80 Jahre alle Daumen, denn ohne Kultur würde ein Stück Lebensqualität, ein Stück unserer Werte, Traditionen, unserer Identität fehlen – unser Miteinander in der Gesellschaft lebt insbesondere von der Kultur. Und das ist gerade in unserer heutigen Zeit unverzichtbar für unser Zusammenleben.

Redakteur für Stadt und Landkreis Uelzen, Allgemeine Zeitung der Lüneburger Heide
Wenn im Saal das Licht erlischt, auf der Bühne der erste Ton erklingt, die ersten Schritte getanzt oder die ersten Sätze gesprochen werden, dann ist das stets ein besonderer Moment. Insbesondere für alle, für die Theater, Tanz und Musik fest zu ihrem Leben gehört. Seit nunmehr 80 Jahren ermöglicht der Kulturkreis in Uelzen solche Erlebnisse für die Menschen. Dafür kann man nur Danke sagen. Kultur gehört zu Uelzen, und auch zur AZ. Die Allgemeine Zeitung der Lüneburger Heide ist in den acht Jahrzehnten stets ein Begleiter gewesen; hat die unzähligen Veranstaltungen nicht nur angekündigt, sondern viele von ihnen auch besucht, um zu berichten, was den Menschen geboten wurde. Die Bühne war immer wieder ein Ort, an dem sich gesellschaftliche Entwicklungen widerspiegelten. Das ist bis heute so, wenn der Kulturkreis aktuell verstärkt auf Dialogformate setzt, damit Uelzener miteinander ins Gespräch kommen. All das findet sich dann auch in der Zeitung wieder. In einer Gemeinschaftsproduktion zwischen Zeitungsverlag und Kulturkreis entsteht auch seit einigen Jahren nun schon der gedruckte Spielplan. Die AZ berichtete von Generationswechseln im Kulturkreis, und war bei gefeierten Events genauso dabei, wie zu Zeiten, wenn es mal schwierig wurde, weil beispielsweise von jetzt auf gleich, das Theater an der Ilmenau geschlossen worden war, oder aufgrund der Pandemie Veranstaltungen abgesagt werden mussten. Bei all dem hat sich gezeigt, dass Kultur widerstandsfähig ist. Der Kulturkreis fand Wege, auch in solchen Momenten den Menschen Musik- und Theatererlebnisse zu bescheren. Und nach alldem präsentiert er sich in seinem Jubiläumsjahr aktiver denn je, hat er doch eine Spielzeit mit 53 Live-Veranstaltungen auf die Beine gestellt. Selbstredend wird auch die AZ diese einmal mehr begleiten. In der Theater-Szene gilt das „Toi, toi, toi“ als Ausdruck dafür, dass einem Glück und Erfolg gewünscht wird. Sodann soll das auch dem Kulturkreis zugerufen werden, für mindestens die nächsten 80 Jahre.

3. Vorsitzender Kulturkreis (1975-1987),
1. Vorsitzender Kulturkreis (1987-2003)
ERINNERUNGEN AN DREI JAHRZEHNTE IM KULTURKREISVORSTAND
Es muss ca. 1976 gewesen sein, dass mein HEG-Kollege Günther mich ansprach, ob ich die Sparte ,,Lichtbildervorträge im Kulturkreis“ übernehmen wolle, die er viele Jahre geleitet hatte. Ich sagte zu und wurde so der dritte Vorsitzende. Erst einmal blieb ich bei den Vortragenden, die schon oft in Uelzen gewesen waren. Es waren interessante Leute. Einer war Walter Frenz. Erst nach seinem Tod erfuhr ich, dass er einer von Leni Riefenstahls Kameraleuten gewesen war (NS-Propagandafilme ,,Triumph des Willens“, aber auch ,,Olympia“ - Olympische Spiele 1936) und dass er Fotos von Hitler auf dem „Berghof“ gemacht hatte. Viele Besucher kamen zu den Vorträgen des Nordlandexperten Jörg Trobitzsch. Als er auf Breitwand umstellte, kamen zu seinem Vortrag ,,Wildes, unbekanntes Norwegen“ fast 700 Besucher ins Theater. Viele Uelzener interessierten sich auch für den Vortrag über das einst ostpreußische Königsberg, heute das russische Kaliningrad. Es waren natürlich die Menschen, die 1945 ihre Heimat verloren hatten. Fast alle diese Vorträge waren auch für mich eine Bereicherung. Für Symphoniekonzerte und Kammermusik war der zweite Vorsitzende Kantor Eginhard Köhler zuständig. Bei Unterhaltungskonzerten überließ er mir gerne die Aufsicht, und so lernte ich die irischen Musiker ,,The Dubliners“ kennen oder Hermann van Veen. Als Blödel Otto Waalkes nach Uelzen kommen wollte, standen die Leute schon um 7 Uhr vor dem Verkehrsbüro Schlange, und um 11 waren alle Karten verkauft. Ich kam dann auf die Idee, im Theater an der Ilmenau auch Rockkonzerte zu veranstalten, z.B. mit der Gruppe ,,Die Puhdys“ aus der damaligen DDR. Das war ein Fehler, denn die Musiker heizten so ein, dass die jungen Besucher auf die Sitze stiegen und einige demolierten. Vom damaligen stellvertretenden Stadtdirektor, der für das Theater zuständig war, bekam ich ,,Saalverbot“. Es war der spätere Verteidigungsminister Peter Struck. Im folgenden Jahr bin ich mit den Puhdys in die alte Stadthalle gegangen. Die 1000 Besucher mussten fast alle stehen, waren aber zufrieden. Wesentlich weniger Besucher kamen zum Konzert einer Dixieland-Kapelle aus Polen, die zweieinhalb Stunden für eine bescheidene Summe spielten. Sie verglichen uns mit der DDR: ,,Wenn wir spielen in Bundesrepublik, Leute kommen in Lumpen, Geld ganz prima. Wenn wir spielen in DDR, Leute kommen mit Schlips und Kragen, Geld Lumpen.“ 2003 schieden mehrere Vorstandsmitglieder aus, ich auch. Aber die englischen Theateraufführungen habe ich als Mitglied des Erweiterten Vorstandes gerne auch weiter betreut. Mit solchen Aufführungen hatten wir in den neunziger Jahren angefangen. Die erste Aufführung war ,,Arsenic and Old Lace“ (Arsen und Spitzenhäubchen). Das Bühnenbild war ärmlich, aber die Schauspieler hervorragend. Es war wichtig, die Schulen rechtzeitig mit Material zu versorgen, damit die Lehrer die Schüler vorbereiten konnten. Nur dann folgten sie dem Bühnengeschehen aufmerksam. Die Schulen von Winsen bis Wolfsburg und von Salzwedel bis Soltau wurden zu Beginn des neuen Schuljahres mit Material versorgt. Die Aufführungen waren natürlich immer am Vormittag und die Eintrittspreise bescheiden. Ein Dauerbrenner in der Weihnachtzeit war ,,A Christmas Carol“ (nach Charles Dickens), die Geschichte vom Geizhals und Griesgram Scrooge, der in der Weihnachtsnacht zu einem guten Menschen wird. Es gab mindestens ein Dutzend Aufführungen. Immer saßen die Schüler auch im Orchestergraben, also zu Füßen der Akteure. In einem Büchlein hatte ich Inhaltsangaben der bekanntesten Dramen von Shakespeare gefunden, mit eingestreuten Originalpassagen. Diese Texte bekamen die weiterführenden Schulen rechtzeitig zugeschickt, und wir hatten volle Häuser und aufmerksame Schüler. Die Erwachsenen waren nur eine Minderheit. Das änderte sich schlagartig, als die Gymnasien auch bei den Fremdsprachen die Doppelstunde einführten. Wenn die erste Doppelstunde auf den Montag und die andere auf den Donnerstag fiel, die Aufführung aber am Mittwoch stattfand, dann ging der Besuch nur auf Kosten anderer Fächer. Natürlich hätten wir auf den späten Nachmittag oder Abend ausweichen können. Da aber heute nur noch wenige Lehrer/-innen am Standort der Schule wohnen, sind sie selten bereit, Freizeit zu opfern. Ich habe deshalb vorgeschlagen, die total defizitäre Sparte ,,Fremdsprachiges Theater“ abzuschaffen. Zusammenfassend möchte ich aber sagen, dass mir die Arbeit im Kulturkreis sehr viel Spaß gemacht hat und eine Bereicherung war. Gerne erinnere ich mich an viele Theateraufführungen, eine Sparte, die anfangs Horst Fränkel, dann kurze Zeit Rainer Pflug und schließlich Georg Lipinsky betreute. Der Kulturkreis hatte einen guten Kontakt zu einigen Theateragenturen und konnte sie überreden, eine Woche vor der Premiere in Uelzen zu proben, wo dann auch die Premiere mit anschließender Premierenfeier stattfand. Da lernten wir Vorstandsmitglieder viele bekannte Schauspieler kennen. Mehrmals und gern war Ellen Schwiers Gast in Uelzen. Was die Namen und Zahlen angeht, so weiß Herr Mentasti viel besser Bescheid.

Ortsbrandmeister der Feuerwehr Uelzen
„WENN KULTUR BRENNT, SIND WIR DABEI“
Seit acht Jahrzehnten bereichert der Kulturkreis das Leben in unserer Stadt. Er bringt Menschen zusammen, bietet Künstlerinnen und Künstlern eine Bühne und sorgt mit seinem vielfältigen Programm immer wieder für besondere Momente und unvergessliche Abende. Und bei vielen dieser Abende sind auch wir dabei. Wenn sich der Saal füllt, die Lichter angehen und die Veranstaltung beginnt, stehen unsere Kameradinnen und Kameraden bereit und übernehmen die Brandwache. Auf den ersten Blick vielleicht eine eher unspektakuläre Aufgabe. Aber für uns bedeutet sie mehr. Denn Brandwache beim Kulturkreis heißt auch: gemeinsam Dienst tun, miteinander lachen, interessante Veranstaltungen erleben und dabei ein Teil des kulturellen Lebens unserer Stadt sein. Und mal ehrlich: Wo sonst kann man Feuerwehrdienst leisten und gleichzeitig so viel Kultur genießen? Unsere Kameradinnen und Kameraden machen diese Dienste deshalb mit Freude und Spaß. Sie sind gerne vor Ort, sorgen für die Sicherheit der Gäste und genießen dabei die besondere Atmosphäre der Veranstaltungen. Die vielen Portraits in dieser Collage stehen stellvertretend für all diejenigen, die über die Jahre ihren Dienst beim Kulturkreis versehen haben – und natürlich für die Gemeinschaft, die hinter unserer Feuerwehr steht. Jede und jeder von ihnen bringt sich auf seine ganz eigene Art und Weise ein. Gemeinsam haben sie jedoch eines: Sie sind da, wenn sie gebraucht werden. Das verbindet Feuerwehr und Kulturkreis vielleicht mehr, als man auf den ersten Blick denkt. Beide leben von Menschen, die sich engagieren, Verantwortung übernehmen und ihre Zeit für andere einsetzen. Der Kulturkreis sorgt für die kulturellen Höhepunkte – und wir passen auf, dass dabei nichts anbrennt. So ist über viele Jahre eine schöne und vertrauensvolle Zusammenarbeit entstanden, für die wir heute ganz herzlich Danke sagen möchten. Wir wünschen dem Kulturkreis Uelzen zum 80-jährigen Jubiläum weiterhin viele gute Ideen, tolle Veranstaltungen, begeisterte Gäste und vor allem Menschen, die sich auch in Zukunft mit Herzblut für die Kultur in unserer Stadt einsetzen. Und wir freuen uns darauf, auch weiterhin dabei zu sein. Mit Freude, mit Spaß – und natürlich mit einem wachsamen Auge. Denn wenn beim Kulturkreis die nächsten 80 Jahre genauso lebendig werden wie die vergangenen, dann gilt für uns: Wir kommen gerne wieder. Wir passen auf. Und wir sorgen dafür, dass die Kultur brennt – aber sonst nichts. Herzlichen Glückwunsch zum 80-jährigen Jubiläum!

Mitglied Erweiterter Vorstand Kulturkreis, Spartenleiter Theater-RING und Englisches Theater
Da war da diese Veranstaltung: „Der zerbrochene Krug“ wurde gegeben. Da ich seit 2024 ehrenamtlich die Sprechtheater- Sparte für den Kulturkreis betreuen darf, hatte ich knapp zwei Jahre zuvor mit dem Regisseur und Intendanten auf der Inthega, der zentralen Theater-Messe, gesprochen und Birte Ebermann inzwischen die Aufführung nach Uelzen geholt. Nicht unaufgeregt saß ich nun an diesem Februarabend im Theater. Ich hatte schon vernommen, dass der Regisseur anfangs gar nicht besonders gut auf die Aufführung in Uelzen zu sprechen gewesen sei. Na, wunderbar... Zwei Stunden nach einer überaus gelungenen Vorstellung gab es auf der Studiobühne eine Gesprächsrunde mit ihm, drei Schauspielenden sowie Janina Fuge. Das anwesende Publikum war lebhaft involviert. Und da sagte dieser Regisseur, dass er dem Theater Uelzen ein deutliches Lob aussprechen müsse: Davon könnten andere, größere Spielstätten sich eine Scheibe abschneiden: ein technisch höchst funktionables Theater, tolle Technik, prima Service. Ich muss sagen, dass ich an diesem Februarabend beseelt heimging, war es doch wieder einmal eine gelungene - und da das Stück abiturrelevant war - sehr gut besuchte Aufführung. Was zeigte mir dieser Abend also? Großes Theater in einer kleinen Stadt: Uelzen kann es. Dabei bringt der Kulturkreis Menschen zusammen, die sich austauschen, die zusammen lachen und vielleicht auch streiten - im besten Sinne menschliche Dinge, die beweisen, dass Demokratie ohne Kultur vielleicht existieren, aber nicht leben könnte. Es ist dabei spannend und herausfordernd, mögliche Wünsche des Uelzener Publikums in nur vier Stücken pro Saison unterzubringen. Die Ergebnisse erscheinen auch für mich dann immer in der sprichwörtlichen Forrest- Gump-Pralinenschachtel: Man weiß nie, was man bekommt. Worauf man sich aber verlassen kann, ist, dass alle im und am Kulturkreis Beteiligten mit Herzblut dabei sind. Und darum macht es Spaß, ein Teil dessen sein zu dürfen. Auf die kommenden 80 Jahre!

Mitglied Kulturkreis
80 Jahre Kulturkreis Uelzen! Ich freue mich, dass Sie dieses Ereignis mit einem besonderen Projekt begehen wollen. Seit 1969 haben wir die vielfältigsten Aufführungen erlebt. Dabei denke ich auch an die jährlich stattfindenden fremdsprachlichen Aufführungen, die ich mit meinen Schülerinnen und Schülern regelmäßig besucht habe und die mir sehr positiv in Erinnerung geblieben sind. Inzwischen nehme ich seit einigen Jahren gemeinsam mit einer Freundin das Wahlabonnement wahr, das durch die Vielfältigkeit an wählbaren Vorstellungen absolut überzeugt, gerade auch in der aktuell laufenden Saison. Ich bin sehr gespannt auf die nächsten Aufführungen.

Leiterin Veranstaltungsstätten Eigenbetrieb KTS
Ich finde es immer wieder schön zu erleben, wie unterschiedlich die Veranstaltungen und Genres sind – und genauso unterschiedlich die Menschen, die sich von den Veranstaltungen angesprochen fühlen. Genau das ist es, was mir gefällt: Bei einer Veranstaltung trifft man Menschen, die man kennt, aber auch immer wieder neue Gesichter, mit denen man für ein paar Stunden ein gemeinsames Erlebnis teilt und sich gut unterhalten kann. Dem Kulturkreis Uelzen e.V. wünsche ich, dass er diese Vielfalt beibehält und auch in Zukunft Menschen zusammenbringt, die sich sonst vielleicht nie begegnen würden.

Kulturjournalistin
HERZSCHLAG DES LEBENS
Es kann 20 Jahre her sein, dass ein Kandidat für den Chemnitzer Oberbürgermeister von sich reden machte mit der Wahlwerbung, er könne auf Kunst und Kultur gerne verzichten, die kosteten nur Geld. Er hat damals nicht gewonnen. Chemnitz war vor einem Jahr sogar Kulturhauptstadt Europas – trotz aller Vorbehalte. Die Stadt bot ein aufregend- vielfältiges Programm und demonstrierte trotzig: Wir können auch so sein. Bunt und nicht grau, braun oder mit blauem Parteilogo. Als Chemnitz noch Karl-Marx-Stadt hieß, habe ich dort die beiden großen Mimen Christian Grashof und Jutta Wachowiak als Ferdinand und Luise erlebt. Ich war 16 und selber ziemlich unglücklich verliebt. Mein allererstes Theatererlebnis aber verbindet sich mit geheimnisvoll raunenden Zauberbäumen. Vielleicht war ich vier oder fünf. Damit ist eigentlich alles gesagt, was mir Kultur bedeutet – eine frühe Prägung lässt einen nicht los. Meine Ansicht steht auch in Friedrich Schillers Epistel an die Kunst: „Was ich ohne dich wäre, ich weiß es nicht; aber mir grauet, seh ich, was ohne dich Hundert‘ und Tausende sind.“ Nun kommen diese Theatererlebnisse, zu denen unschlagbare Stadttheateraufführungen gehören, ja aus einer anderen Zeit und auch Welt. Da durften Kunst und Kultur noch etwas kosten und waren für jeden erschwinglich. Kunst am Bau und im öffentlichen Raum war selbstverständlich. Heute sehen es viel zu viele so, wie der oben genannte Bürgermeisterkandidat. In Uelzen scheint das anders zu sein. Da wurde das Theater saniert und nicht geschlossen! Und für kulturelle Veranstaltungen finden sich dankenswerterweise immer auch Sponsoren. Für diese Publikation zum 80. Geburtstag des Kulturkreises, des Gründungsvaters für alle Kultur in dieser Stadt, machten die Verantwortlichen zum Glück eine Rolle rückwärts: Der zunächst zugestandene Platz von nicht einmal 1000 Zeichen wurde erweitert auf „unlimited“! So könnte ich mich episch ausbreiten, was mir Kultur bedeutet. Ich habe es Herrn Schiller überlassen. Was mir der Kulturkreis Uelzen bedeutet – das ist eine andere Sache. Obendrein soll ich aufschreiben, an welche Veranstaltung ich mich nachhaltig erinnere, was ich den Kulturorganisatoren wünsche für die Zukunft. Fakt ist, dass ich diese Art von Arbeit – denn Kultur ist Arbeit und nicht nur Spaß – seit 30 Jahren journalistisch begleiten darf. Dass Kultur in dieser Stadt nicht möglichst Nulltarif heißt, weil sie sich nicht in harten Wirtschaftszahlen rechnet, steht auf der Habenseite. Der Kulturkreis wurde einmal in einer Festrede „die DNA der Stadt“ genannt – was er bleiben möge! Und die 192-Seiten- Hochglanzpublikation zum 60. war „ein Geschenk an die Stadt von ihren engagierten Bürgern“. Gibt es diese „engagierten Bürger“ noch? Oder ist das Organisieren von Kultur in geschäftsmäßige Hände gelegt? Es kommt einem so vor. Denn obgleich die Vorstandsmitglieder des Kulturkreises sich weiterhin sehr rührig und ehrenamtlich um den Theaterring und den Symphonischen Ring kümmern, ist mit der Gründung des Städtischen Eigenbetriebs KTS (Kultur, Tourismus, Stadtmarketing) etwas personell immer weiter Ausgestattetes entstanden, bei dem die Vermarktung an erster Stelle steht. Man muss das nicht gut oder gar förderlich finden, dass zuerst geschaut wird: Wird es sich rechnen? Kultur sei „jeder zweite Herzschlag unseres Lebens“, sagte der Spanienkämpfer und Mitbegründer der Akademie der Künste der DDR, Hans Marchwitza, vor mehr als einem halben Jahrhundert. Und wenn sich diesen Herzschlag nicht mehr jeder leistet (leisten kann!), werden wir es alle eines Tages bereuen. „Es gibt Kommunen“, so sagte der damalige Vorsitzende des Kulturkreises, Georg Lipinsky, vor fünf Jahren zur 75-Jahr-Feier in seinen Begrüßungsworten, „die darüber nachdenken, die Theater abzuschalten, sie wirtschaftlichen Zwängen zu opfern.“ Aber, so gab der Redner weiter zu bedenken: „Kultur ist teuer, aber keine Kultur zu haben ist noch teurer!“ Auch beim Bürgermeister i. R., Otto Lukat, traf die Reklamation für Kultur auf offene Ohren. „Ich nehme bewusst das Wort Volksbildung in den Mund“, erwiderte er Lipinsky. Kultur rechne sich nicht, „aber wir haben den Auftrag, für sie zu sorgen... mit gerechtfertigten Zuschüssen“. Die Mitglieder des Kulturkreises organisieren Kultur seit nunmehr 80 Jahren – im Ehrenamt. Keiner weiß, welchem Rechtfertigungsdruck sie manchmal ausgesetzt waren oder sind. Der hohen Qualität der Angebote tat das nie Abbruch, davon konnte sich jeder Theater- und Konzertbesucher überzeugen. Die Festschrift von vor 20 Jahren, die in 51 Artikeln die Kultur feierte, das kulturelle Leben und seine Entwicklung in dieser Stadt hochleben ließ, las sich oft auch wie eine Komödie. Die Macher nannten das Buch damals „Das Gelbe vom Ei“, was dem „Herzschlag des Lebens“ doch recht nahekommt. Heute kommt es manchmal eher einer Tragödie nahe, verschreibt man sich der Aufgabe, Kultur anzubieten. Spätestens in der Coronazeit haben die meisten von uns jedoch gemerkt was fehlt, wenn Theater und Konzertsäle geschlossen bleiben. Aber wie viele Hürden gibt es! Sie scheinen in den letzten Jahren nicht niedriger geworden zu sein. Es sind heutzutage meist finanzielle, damit jeder die Gelegenheit und obendrein die Möglichkeit hat, wie es Goethe in seinem „Wilhelm Meister“ beschrieb: „Man sollte... alle Tage wenigstens ein kleines Lied hören, ein gutes Gedicht lesen, ein treffliches Gemälde sehen und, wenn es möglich zu machen wäre, einige vernünftige Worte sprechen.“ „Kulturarbeit auf breiter Grundlage“, titelte die Allgemeine Zeitung, als im Jahr 1946 die Gründung des Kulturkreises beschlossen wurde. Nach einem Aufruf trugen sich in kürzester Zeit 900 interessierte Bürger in die Mitgliedslisten ein und so war es beschlossene Sache. Seit 80 Jahren arbeitet der Kulturkreis Uelzen e.V. immer am Puls der Zeit. So hörte das Publikum des festlichen Silvesterkonzerts am 30. Dezember 1946 Hölderlinverse, vielleicht das erste Mal frei jeglicher Vereinnahmung, wie sie die Nazis betrieben hatten, und Noten von Bach, Gluck und Beethoven. Ein halbes Jahr später stand „Der zerbrochene Krug“ auf dem Spielplan, die wohl deutscheste aller Komödien, im Jahr 1948 wurde der wunderbaren und engagierten Dichterin Ricarda Huch gedacht, die im November 1947 starb. Im Jahr 1959 gab`s „Kabale und Liebe“ – klar, es war Schillerjahr. Über solche Glanzpunkte muss heute offenbar nicht einmal mehr nachgedacht werden, weil eben nur zählt was sich rechnet. Ich selber habe im Jahr 2006 eine aufwühlende Aufführung der Schiller‘schen „Räuber“ gesehen – das war ganz großes Theater, wie die Räuberbande da ihren Frust in die Welt trommelte! Im Jahr 2015 gab es ein atemberaubendes Beethoven-Wochenende in Zusammenarbeit mit renommierten Solisten und der St.-Marien- Kantorei. Inzwischen hangeln sich die Vorstellungen meist durch Kammerspiele, weil die eben nicht so kostenintensiv sind. Außerdem wird doch ziemlich oft der Publikumsgeschmack bedient – wieder aus Kostengründen. Das Spektrum der Veranstaltungen war früher eindeutig breiter und interessanter. Die fleißige ehrenamtliche Arbeit für eine Kultur als Gesinnung, als Rettungsinstanz (Imre Kertész) – findet die noch statt? An die Kraft von Kunst und Kultur glauben die Mitglieder des Kulturkreises und deren Vorstand ganz bestimmt noch heute. Deshalb machen sie weiter, kommen mit raren finanziellen Mitteln zurecht und manch andrer Widrigkeit. Zum Glück für die Einwohner dieser Stadt. Herzlichen Glückwunsch all den Ehrenamtlichen, die sich aufreiben für diesen „zweiten Herzschlag“ des Lebens, ohne den wir alle längst tot – hirntot – wären.

Künstlerischer Leiter und Geschäftsführer Theater Poetenpack
Wo Menschen 80 Jahre lang Kultur lebendig halten, zeigt sich, dass Gemeinschaft keine Selbstverständlichkeit ist, sondern etwas, das immer wieder neu gestaltet werden will. Daher möchten wir den Kulturkreis Uelzen dazu beglückwünschen, diese Aufgabe über die Jahrzehnte so bravourös gemeistert zu haben. Außerdem erfüllt es uns mit Stolz, als Theater Poetenpack bereits seit elf Jahren Teil davon zu sein und Ihr Kulturschaffen mit Inszenierungen wie Lessings „Nathan der Weise“ (mit Schüler*innen) oder Taboris „Mein Kampf“ zu bereichern. Kultur ist das Gedächtnis einer Gesellschaft und zugleich ihr Mut zur Zukunft: Sie bewahrt, wer wir waren, verbindet, wer wir sind, und eröffnet, wer wir sein können. In diesem Sinne wünschen wir Ihnen auch für die kommenden 80 Jahre gutes Gelingen und freuen uns, das kulturelle Leben in Ihrer Stadt weiterhin mitzugestalten.

Ehrenamtliche Helferin Kulturkreis
Seit vielen Jahren bin ich mit Freude ehrenamtlich bei den Veranstaltungen des Kulturkreises engagiert. Ob bei der Einlasskontrolle oder wenn Besucherinnen und Besucher in besonderen Situationen Unterstützung benötigen – ich helfe gerne und fühle mich als Teil des Theaterteams sehr wohl. Mit Vorfreude blicke ich auf das vielfältige Programm der kommenden Saison. Kunst und Kultur bereichern mein Leben und sind für mich eine wertvolle Quelle der Inspiration.

Mitglied Kulturkreis
Im Jahr 1946 waren viele Häuser in Uelzen zerstört, entwurzelte Menschen waren in beengten Räumen untergebracht, die politischen Verhältnisse waren ungeordnet, die Zukunft ungewiss. Zu bewundern sind die Gründer des Kulturkreises, die trotz oder vielleicht auch wegen dieser Not daran gingen, die Schöpfungen von Musik und Theater und auch Vorträge nach Uelzen zu holen – in der Gewissheit, dass neben dem Materiellen auch das Kulturelle seinen Platz im Leben haben muss. Damit ermöglichten sie es ihren Mitbürgern, in ihrer Heimat an dem teilzuhaben, was in großen Städten immer selbstverständlich war. Dafür ist den Müttern und Vätern des Kulturkreises und ihren Nachfolgern zu danken. Auch heute, wo uns die Medien den Zugriff auf vielfältige Veranstaltungen erlauben, behält das analoge und gemeinsame Erleben kreativer Schöpfungen seinen Wert. Möge der Kulturkreis seine segensreiche Arbeit auch in Zukunft fortsetzen und dabei die nötige Unterstützung erfahren!

1. Vorsitzende Kulturkreis
80 Jahre Kulturkreis – das ist ein langer Zeitraum und ein bemerkenswerter Weg. Denn gegründet wurde der Kulturkreis unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg, in einer Zeit, als so vieles zerbrochen war und in Frage stand – und Kultur einen hoffnungsvollen Schimmer für eine neue, bessere, lebendigere, offenere und vor allem humanere Gemeinschaft darstellte. Für mich, als ehrenamtliche Vorsitzende seit 2025, ist dieser Grundgedanke von einst noch immer relevant: Kulturelle Veranstaltungen nicht als Selbstzweck zu feiern, sondern als Einladung für unterschiedliche Generationen, Lebensentwürfe und Haltungen – eine Einladung, Zeit miteinander zu teilen, Fragen zuzulassen und andere Perspektiven auszuhalten. Und dabei idealerweise einen guten, inspirierenden, freudvollen Abend zu verbringen. Es gab eine Zeit in meinem Leben, als ich viel als freie Journalistin für die Allgemeine Zeitung im Einsatz war – und dabei sehr viele Veranstaltungen des Kulturkreises besuchen durfte. Wunderbar war das – Termine, auf die ich mich stets freute: Nicht, weil ich alles in den Himmel schreiben wollte vor Begeisterung, sondern weil ich mich auseinandersetzen durfte. Das waren große Sinfoniekonzerte der „Göttinger“, kleinere oder größere Theater-Aufführungen, Kabarett oder auch die damals noch zwei Wochen umfassenden Holdenstedter Schlosswochen als anspruchsvolles Ausnahmeprogramm. Gelernt habe ich viel in dieser Zeit, auch darüber, wie Kultur verbindet. Und auch darüber, dass es mitunter nicht einfach ist, dieses „Verbindende“ kurzerhand zu behaupten, sondern auch zu schauen: Wie funktioniert der Austausch? Wie kann „Kultur“ nahbar sein und eben dieser ihr häufig anhängende Makel des Elitären aufgebrochen werden? Und wie werden diejenigen erreicht, die sich eben nicht sofort angesprochen fühlen von einem kulturellen Angebot? Das betrachte ich auch für meine Zeit als Vorsitzende als wirklich wichtige Frage, auf die ich mit anderen zusammen Antworten finden mag. „Theater in Uelzen“ bedeutet für mich bis heute aber eben auch, dass es für mich ein „Zuhause“ ist. Hier sind Menschen, mit denen ich Begegnungen teilen mag, mit denen ich über das Gesehene – oder über ganz anderes – ins Gespräch komme. Das bedeutet mir viel und das halte ich für eine der wesentlichen Stärken des Kulturkreises.

Geschäftsführer Kulturkreis (1974-2003)
Seit 1946 (!) besteht der Kulturkreis Uelzen e.V. als DER Kulturveranstalter in Uelzen: Sprech- und Musiktheater, symphonische und Klavierkonzerte, Vorträge, besondere Filme und seit vielen Jahren auch Veranstalter des Internationalen Flötenwettbewerbs „Friedrich Kuhlau“. Ich war seit 1974 Geschäftsführer des Kulturkreises, bis ich 2003 kurz vor meiner Pensionierung von diesem Amt zurücktrat. Den Kuhlau-Wettbewerb habe ich von Anfang an – seit 1970 – begleitet und nach dem Ausscheiden von Hugo Heusmann fast alleine organisiert. Während der Jahre als Geschäftsführer war der Besuch von Veranstaltungen fast Pflichtaufgabe, im Ruhestand hat der Besuch von Veranstaltungen leider sehr nachgelassen, obwohl die Qualität des Kulturkreis-Programms nicht nachgelassen hat, im Gegenteil. Für die weitere Arbeit wünsche ich dem Kulturkreis alles Gute.

Pianist, Künstlerischer Leiter Internationale Sommerakademie Lüneburger Heide
80 Jahre Kulturkreis Uelzen – das klingt für mich fast unglaublich! Der Kulturkreis gehört also sicher zu den am längsten aktiven Kulturvereinen in Deutschland, und ich bin glücklich darüber, mich hier in die Riege der Gratulanten einreihen zu dürfen. Ich kann sogar mit eigenem kleinem Jubiläum beitragen – seit 30 Jahren nämlich sind wir einander freundschaftlich verbunden. Schon meine Kindheit war kulturell (nicht nur musikalisch) bereichert durch ungezählte Besuche im Theater an der Ilmenau, der St.-Marien-Kirche, der Kultur(n)halle und vielen anderen Orten. Als es bei mir mit dem Klavierspielen ernster wurde, lud man mich ein, im Rahmen kleinerer Konzerte und Anlässe selbst die Bühne zu betreten, und eine Gelegenheit folgte irgendwann der anderen. Das war alles andere als selbstverständlich – ich bin bis heute dankbar dafür. Die Akteure hinter den Kulissen - Uelzer Kulturschaffende, das Bühnenteam im Theater, der Vorstand und die Geschäftsstelle des Kulturkreises und viele mehr - wurden zu vertrauten Freunden. Ich bekam große Chancen, die mich auf meinem Weg vorangebracht haben. Darunter sind Meilensteine, an die ich heute noch denke: große Klavierabende im Ratssaal, mein erstes Mozart-Klavierkonzert mit professionellem Orchester (der fabelhaften Sinfonia Varsovia aus Warschau), die Reihe „32 x Beethoven“ in der Saison 2014/15 mit sämtlichen Beethoven-Sonaten im Schloss Holdenstedt und einem dreitägigem Beethoven-Festwochenende im Theater. Inzwischen kann ich kaum noch die Auftritte zählen, an denen ich für den Kulturkreis beteiligt sein durfte, doch an jedes einzelne Konzert denke ich gerne zurück. Kultur ist für mich einer der Klebstoffe, der unsere Gesellschaft zusammenbringt und zusammenhält, und ich wünsche mir, dass es auch in Zukunft in Uelzen und Umgebung ein vielfältiges Angebot an Kulturveranstaltungen, schönen Konzerten, Theateraufführungen und vielem mehr geben wird. Alles Gute, tausend Dank und herzlichen Glückwunsch dem Kulturkreis Uelzen zum 80. Geburtstag! Foto Hinrich Alpers © feliXbroede

Ehrenamtlicher Helfer Kulturkreis
Manch einer hat mich vielleicht schon hinter dem Kassentresen gesehen: seit vielen Jahren helfe ich dem Kulturkreis im Hintergrund, als Einlasshelfer oder ‚Aufräumer‘ – frei nach dem Motto „... kannst Du mal schnell ...“. Mein Kontakt zum Kulturkreis ist familiär bedingt – ich bin quasi mit ihm ‚verheiratet‘ (Viola Radebold, Mitarbeiterin KK). Ich habe große Achtung vor dem Einsatz der hauptamtlichen Tätigen (Birte Ebermann, meiner Frau, Laura Risse, Melina Zell), dem Vorstand und den Ehrenamtlichen und unterstütze die Arbeit gerne mit meinen Möglichkeiten. Immer wieder überraschen mich Veranstaltungen, deren Einzigartigkeit, deren Güte und Qualität mich erst beim Erleben begeistern: Lissi und Herr Timpe (2025), Power Percussion (2018), die Ballettkinder von Frau Graaf in den professionellen Ballettproduktionen, die Blechbläser der Saisoneröffnung 2022, ... und natürlich die Teilnehmenden und Juror*innen der Kuhlau-Flöten-Wettbewerbe. Ich wünsche dem Kulturkreis weiter eine so glückliche Hand bei der Auswahl der Veranstaltungen. Und von Uelzen wünsche ich mir, dass das Angebot weiterhin so gut mit der Uelzen-typischen Begeisterungsfähigkeit angenommen wird.

Regionale Kulturförderung
Das Team des Lüneburgischen Landschaftsverbandes gratuliert herzlich zum runden Geburtstag! Mit dem Kulturkreis verbinden wir ganz besonders den wunderbaren Kuhlau-Flötenwettbewerb, der beispielhaft dafür steht, dass Musik keine Grenzen kennt. Für kurze Zeit bringt er durch seine Teilnehmenden aus aller Welt eine gewisse Internationalität in die kleine Hansestadt, die sich ihrerseits als offener und interessierter Gastgeber zeigt.
Foto Lüneburgischer Landschaftsverband © Hans-Jürgen Wege

Veranstaltungsorganisation & Ticketing Reset Production
Was ich mit dem Kulturkreis verbinde: Eine sehr harmonische Zusammenarbeit. Früher, als ich das Booking für Niedersachsen noch betreut habe, fand ich die schnelle Reaktion immer sehr angenehm. Ebenso läuft es mit dem Einrichten des Vorverkaufes. Die Absprachen zur technischen Vorbereitung und Endabrechnung sind ebenfalls immer sehr schnell und unproblematisch möglich. Wenn ich es also in einem Satz sagen müsste, würde ich sagen: Mit dem Kulturkreis verbinde ich eine sehr angenehme und professionelle Zusammenarbeit. Wir sind immer sehr gern in Uelzen und möchten das Angebot des Kulturkreises mit unseren Produktionen erweitern und möglichst vielen Menschen mit unterschiedlichen Shows einen schönen Abend bereiten.

Mitglied Erweiterter Vorstand Kulturkreis
Kultur-(im Land-)KREIS: Es gab zwar einen Anfang (vor 80 Jahren), aber hoffentlich noch nicht so bald ein Ende (eben wie ein Kreis...) – das wünsche ich den Engagierten, Interessierten, Aufgeweckten, Spannungsgeladenen, Kulturschaffenden, Zuhörenden und Zusehenden, Mitmachenden und Genießenden – heute mehr denn je...

Programmdirektorin Soroptimist International Club Uelzen
Soroptimist International Club Uelzen gratuliert dem Kulturkreis sehr herzlich zum 80. Geburtstag. Dieser Verein hat in all den Jahren so viel zur Kultur in unserer Stadt beigetragen, dass aus diesem Anlass – verbunden mit der Gratulation – auch ein großer Dank für das Engagement aller Beteiligten einhergeht. Sehr gerne unterstützen wir seit vielen Jahren den vom Kulturkreis ausgerichteten Internationalen Kuhlau-Wettbewerb, indem wir jedes Mal einer jungen Flötistin oder Pianistin ein Preisgeld für ihre weitere Ausbildung zukommen lassen. Dass Musik, aber auch Kultur allgemein, den Horizont erweitert, über Grenzen hinweg verbindet und damit einen Beitrag zum Frieden leistet, ist bekannt und genau das deckt sich mit den Zielen von Soroptimist International, dessen Mitglieder sich weltweit für ebendiese Werte engagieren.

Theaterleitung Cocomico Theater
Seit über 20 Jahre gastieren wir jedes Jahr mit unseren Cocomico Familienmusicals im wunderbaren Theater an der Ilmenau in Uelzen. Jeder Auftritt ist unvergesslich, aufgrund der Herzlichkeit des Uelzener Publikums und der Gastfreundschaft des veranstaltenden Kulturkreises; das bleibt im Gedächtnis Jahr für Jahr einfach haften. Unser Bibi Blocksberg-Musical im Januar 2005 vor komplett ausverkauftem Haus war einfach ganz besonders schön! Kultur wird bestimmt und besticht durch Vielfalt und ist ganz einfach unverzichtbar für die unterhaltendende Bildung insbesondere schon ab den ersten Lebensjahren!

Mitglied Kulturkreis
Vielen Dank an alle, die sich für den Kulturkreis einsetzen und mit großem Engagement immer wieder ein sehr abwechslungsreiches Programm zusammenstellen. Für eine Stadt wie Uelzen ist es sehr wichtig, ein gutes Kulturprogramm anzubieten, um als Wohnort attraktiv zu bleiben.

